Zitate aus „Nur ein Tag“ von Gayle Forman

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Hallo meine Lieben,

nachdem ich am Wochenende das Buch „Nur ein Tag“ zu Ende gelesen habe, gibt es heute mal wieder ein paar Zitate aus dem Roman. Die Rezension dazu findet ihr HIER.

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Das Buch beginnt schon mit einem tollen Zitat im Klappentext (siehe Bild oben). Darüber hinaus gibt es aber noch weitere schöne Stellen, die ich euch nicht vorenthalten möchte!

„Weißt du, wie du aussiehst? Wie Louise Brooks.“ Ich starre ihn verständnislos an. „Du kennst sie nicht? Den Stummfilmstar?“ Ich schüttle den Kopf. Stummfilme haben mich nie interessiert. „In den 1920ern war sie absolut berühmt. Amerikanerin. Eine Wahnsinnsschauspielerin.“ „Und nicht blond.“ Das soll ein Witz sein, kommt aber nicht so rüber. […] „Bei uns in den Niederlanden gibt es eine Menge Blondinen. Wenn ich blond sehen will, brauche ich nur in den Spiegel z gucken. Louise Brooks war dunkelhaarig. Sie hatte so unglaublich traurige Augen, fein geschnittene Gesichtszüge und das gleiche Haar wie du.“ Er berührt sein eigenes Haar, das genauso zerzaust ist wie gestern Abend. „Du gleichst ihr so sehr, ich sollte dich Luise nennen.“ Louise. Das gefällt mir. „Nein, nicht Louise. Lulu. Das war ihr Spitzname.“ Lulu. Das gefällt mir sogar noch besser.

Das überrascht mich. „Es wirkte so, als würdest du das [Anm. d. A.: das Schauspielern] schon viel länger machen.“ „Nein, nur durch einen Zufall und nur vorübergehend. Bis der nächste Zufall oder eben Unfall mich irgendwo anders hin verschlägt. So wie das Leben halt läuft.“ Ich spüre, wie mein Herz schneller schlägt. „Meinst du das wirklich, dass es so läuft?“ Dass sich das Leben einfach so verändern kann?“ „Ich glaube, das passiert die ganze Zeit, aber wenn man sich dem nicht stellt, dem aus dem Weg geht, verpasst man es. Wenn man reist, setzt man sich dem aus, öffnet sich für Unvorhergesehenes. Das ist nicht immer toll. Manchmal ist es richtig schrecklich. Aber es gibt Momente … „

Mit einem Zeh stupst er meinen Knöchel an. „Danke.“ „Wofür?“ „Dafür, dass du das hier gemacht hast.“ Er deutet auf das Schiff. „Ist mir ein Vergnügen. Danke, dass du das da gemacht hast.“ Ich zeige hinauf, wo über uns das geschäftige Paris pulsiert. „Immer gerne.“ Er blickt sich um. „Das ist schön, das hier. Der Kanal.“ Er schaut mich an. „Und du.“ „Ich wette, das sagst du zu allen Kanälen.“ Aber ich erröte in der feuchten, tiefen Dunkelheit.

Aber ich kann noch lange nicht einschlafen, weil ich über Lulu nachdenke. Vielleicht war es nur ein Name, nur ein Spiel, Doch an irgendeinem Punkt hörte es auf, ein Spiel zu sein. An jenem Tag wurde ich wirklich zu Lulu. Vielleicht nicht zur Lulu aus dem Film oder zur echten Louise Brooks, aber zu der Idee, die Lulu für mich verkörperte. Von Freiheit. Wagemut. Abenteuerlust. Spontanität. Jetzt weiß ich, dass ich nicht nur nach Willem suche. Ich suche auch nach Lulu.

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3 Gedanken zu „Zitate aus „Nur ein Tag“ von Gayle Forman

  1. Pingback: Meine Highlights des letzten halben Jahres – nana

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