Rezension zu „Vor mir die Sterne – Beth Harbison“

rezension

Hallo meine Lieben,

heute gibt es wieder eine Rezension von mir. Diesmal zu „Vor mir die Sterne“ von Beth Harbison. Das Buch habe ich netterweise vom Aufbau-Verlag zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank dafür!

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Klappentext:

Was wäre, wenn …?
Wenn ich ihm damals verziehen hätte?
Wenn ich ihm gesagt hätte, wie sehr ich Ihn liebe?
Wäre ich heute glücklich?

Kurz vor ihrem 38. Geburtstag gerät Ramie Phillips in die Krise: Zwar hat sie alles, was sie immer wollte – eine Karriere, tolle Freunde, ein Leben im Wohlstand -, aber wann hat sie eigentlich aufgehört, an die Liebe zu glaube? Und welche Rolle spielte dabei der Tod ihres Vaters? Als sie nach einem Unfall wieder zu sich kommt, ist Ramie plötzlich noch einmal 18 Jahre alt – und kann alle Entscheidungen von damals mit dem Wissen von heute erneut treffen. Doch die Frage, welcher Weg sie zu ihrem Glück führen wird, ist immer noch nicht viel leichter zu beantworten.

Meine Meinung:

Ramie ist eine erfolgreiche Frau, für die ihre Karriere an erster Stelle steht. Doch als ihre Freundinnen heiraten und Kinder kriegen, kommt sie ins Grübeln. Hat sie den Zeitpunkt verpasst, als sie sich auch für eine Familie hätte entscheiden sollen? Gibt es denn noch DEN Richtigen für ihn? Oder hat sie ihn womöglich in ihrer Jugend leichtfertig abserviert und hat somit die Chance vertan, mit ihrer großen Liebe alt zu werden? All diese Fragen beschäftigen sie auf einem Bootsausflug mit Freunden, als eine ihrer Freundinnen offenbart, dass sie schwanger ist. Sie ertrinkt in Selbstmitleid.. Und Champagner. Als sie in diesem Zustand ins Wasser springt, um noch eine Runde zu schwimmen, wird plötzlich alles dunkel um sie herum.

Und sie erwacht in ihrem alten Jugendzimmer im Haus ihrer Eltern. Alles erscheint ganz normal. Alles, bis auf den Zustand, dass sie wieder 18 Jahre alt ist und kurz vor ihrer Zeugnisvergabe steht. Sie grübelt und grübelt darüber, warum sie plötzlich wieder in dieser Zeit gelandet ist. Mit der Zeit findet sie heraus, dass sie womöglich in die Vergangenheit gereist ist, um etwas wichtiges in ihrem Leben zu realisieren. Etwas, das ihre Gegenwart stark beeinflusst.

Mich erinnert das Buch ein bisschen an Freaky Friday. Klar, hier hat niemand die Körper getauscht. Aber auch in dem Film geht es darum, die Sicht der anderen Person zu verstehen und zu realisieren, welche Auswirkungen die eigenen Taten haben.

Ramie nimmt sich nun sehr viel Zeit mit ihrem Vater, bespricht mit ihm wichtige Dinge und merkt dabei, dass sie damals viel zu viele Gegebenheiten einfach nur hingenommen und nicht hinterfragt hat. Das will sie nun ändern.

Und auch die Beziehung zu ihrem Highschool-Freund wird näher unter die Lupe genommen. Warum hat sie damals überhaupt mit ihm Schluss gemacht? Der Zukunfts-Ramie kommt er ihr sehr perfekt vor und sie kann nicht verstehen, warum sie ihn damals verlassen hat, als sie auf unterschiedliche Colleges gehen wollten.

Durch den Blick in die Vergangenheit stellt sie fest, dass sie in der Gegenwart viel zu wenig auf ihre Familie und Freunde achtet. Sie versteht z.B. nicht, warum sie nie über den Tod des eigenen Vaters nachgedacht hat. Doch durch ihre Reise in die Vergangenheit wird ihr klar, dass viele Aspekte ihres Verhaltens stark mit diesem Ereignis verknüpft sind.

Ramie wirkt auf mich sehr tough und karriereorientiert. Zumindest am Anfang. Mit der Zeit merkt man schnell, dass sie sehr verunsichert ist und nicht versteht, warum ihr Leben so abgelaufen ist. Viele Punkte kann sie gar nicht verstehen. Nach dem Tod ihres Vaters, der für sie eine unglaublich wichtige Rolle gespielt hat, schaltet sie ab und funktioniert nur noch. Sie versucht, alles in ihrem Leben richtig zu machen. Doch wird schnell klar, dass sie dabei ihre eigenen Gefühle unterdrückt bzw. gar nicht realisiert, was ihr in Wirklichkeit fehlt.

Mir gefällt der Schreibstil von Harbison unglaublich gut. Sie schreibt flüssig und fesselnd. Das Buch habe ich in nur 3 Tagen (und Nächten) gelesen. Und das, obwohl ich tagsüber arbeiten war.

Für mich handelt es sich hier um eine wunderbare Sommerlektüre, die aber auch ernste und traurige Punkte thematisiert. Man fiebert mit Ramie mit und hofft, dass sie durch den Sprung in die Vergangenheit endlich erfährt, wie es für sie am besten weitergeht. Ramie ist ein ehrlicher und sympathischer Charakter, die ich beim Lesen sehr schnell lieb gewonnen habe.

Deshalb gibt es für dieses Buch von mir 4-Sterne_4c

Eure Sandra

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24 Gedanken zu “Rezension zu „Vor mir die Sterne – Beth Harbison“

  1. Pingback: Vor mir die Sterne // Beth Harbison - Nellys Leseecke

  2. Liebe Nana,
    Beim Lesen deiner Rezension schwebte mir die gesamte Zeit der Film „Freaky Friday“ im Hinterkopf, bis du es dann schließlich selbst erwähntest. Welch ein Zufall 😉 Schöne Rezension, habe ich gerne gelesen 🙂
    Liebe Grüße, Giv.

    Gefällt 1 Person

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