[Rezension] Ihr letzter Sommer – Anna Snoekstra

rezension

Hallo meine Lieben,

heute gibt’s wieder eine Rezension für euch. Diesmal von dem Thriller „Ihr letzter Sommer“. Das eBook ist im HarperCollins Verlag erschienen und ich habe es netterweise von NetGalley zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank dafür ❤ Das Lesen hat wirklich wieder Spaß gemacht. Vor allem weil ich einfach schon viel zu lange keinen Thriller mehr gelesen habe. Und das, obwohl Thriller eigentlich zu meinen liebsten Genres gehören. Naja, jetzt wieder und es war eine Wonne!

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Klappentext:

„Mein Name ist Rebecca Winter. Ich wurde entführt.“ Im Sommer 2003 verschwindet die 16-jährige Rebecca Winter spurlos. Elf Jahre später greift die Polizei eine junge Rumtreiberin auf, die behauptet, Rebecca zu sein – und der Gesuchten tatsächlich so täuschend ähnlich sieht, dass deren Familie sie mit offenen Armen aufnimmt. Die vermeintliche verlorene Tochter genießt die ungewohnte Zuwendung und schlüpft mit wachsender Begeisterung in Rebeccas Kleider und Leben. Doch je intensiver sie sich mit ihrer Rolle identifiziert, desto tiefer dringt sie in Rebeccas Gefühlswelt vor. Und kommt der tödlichen Wahrheit um ihr Verschwinden immer näher.

Meine Meinung:

Die Geschichte klingt von Anfang an super spannend. Ein Teenager verschwindet nach seiner Nacht-Schicht bei McDonald’s fast ohne jede Spur. Familie und Freunde trauern. Und dann, nach 11 Jahren taucht plötzlich eine junge Frau auf, die angibt, sie sei die verschwundene Rebecca. Die Aufregung ist natürlich groß. Vor allem die beteiligten Cops tun alles dafür, die Geschichte des Verschwindens zu rekonstruieren. Nicht zuletzt, um möglicherweise eigene Fehler aus dem Weg zu räumen.

Ohne jetzt zu viel vorwegzunehmen (im Buch wird es direkt im zweiten Kapitel aufgeklärt und auch der Klappentext deutet darauf hin): es handelt sich nicht wirklich um Rebecca, sondern um eine junge Frau, die der damals verschwundenen Bec zum Verwechseln ähnlich sieht. Als sie beim Ladendiebstahl erwischt wird, ist sie obdachlos, weiß nicht, wie sie sich ihre nächste Mahlzeit beschaffen soll. Also zieht sie ihr Ass aus dem Ärmel: als vor einiger Zeit im Fernsehen wieder von der vermissten Rebecca berichtet wurde, wird er bewusst, dass sich beide wie ein Ei dem anderen ähneln und ihr das möglicherweise mal aus der Patsche helfen wird. Deshalb erzählt sie den Cops bei der Festnahme auch, sie sei Rebecca. Und bringt mit diesem einen Satz eine Lawine ins Rollen.

Der neuen Rebecca, deren wirklichen Namen wir nie erfahren, kommen im Laufe des Buches immer wieder Zweifel über ihre Tat. Und auch ich habe mich immer wieder gefragt, was es über ihre Person aussagt, dass sie einfach in ein vollkommen neues / altes Leben schlüpfen kann? Wie sie in einem Haus mit den Eltern der Verschwundenen leben konnte? Der ehemaligen besten Freundin in die Augen sehen konnte? Ich könnte mich auf Dauer niemals so verstellen. Aber die neue Bec hat es geschafft. Nachdem die Cops sie vernommen haben, kehrt sie in ihr „Elternhaus“ zurück, wird dort von ihren Eltern empfangen, schläft im Bett der echten Rebecca, zieht ihre Kleidung an und versucht, sich in sie hineinzuversetzen. Ihr Plan: Ihre Umgebung davon zu überzeugen, dass sie wirklich Rebecca ist. Denn ihr wird schnell klar, dass das Leben mit einem festen Wohnsitz, einer sich kümmernden Mutter und vor allem regelmäßige Mahlzeiten sehr viel wert ist.

Doch von Anfang an scheint sie sich verfolgt zu fühlen. Sie fühlt sich nie ganz sicher in ihrem neuen Leben. Aber sie weiß nicht, ob sie phantasiert oder ob wirklich jemand hinter ihr her ist. Bis sie seltsame SMS bekommt. Und sie auch in dem neuen Leben um ihr Dasein fürchten muss.

Das Besondere: es wird abwechseln aus der Sicht der alten und der neuen Bec erzählt. Die neue Bec erzählt natürlich aus der Gegenwart (2014), die Beiträge der alten Bec sind aus der Vergangenheit und spielen vor allem in den letzten Monaten vor ihrem Verschwinden. Diese Art finde ich besonders gut gelungen. Denn der Leser kann direkt vergleichen, wie sich die unterschiedlichen Rebeccas in bestimmten Situationen verhalten, was sie wann wie angetrieben hat und auch, wie sich die Menschen in ihrer Umgebung nach und nach verändern.

Der Schreibstil von Snoekstra hat mir wirklich gut gefallen. Ich war von Anfang an in der Geschichte drin. Die Anzahl der Charaktere war genau richtig. Man muss nicht nach der Hälfte des Buches überlegen, wer nochmal wer ist. Ganz interessant finde ich vor allem die Entwicklung von Rebeccas Mutter, die Snoekstra sehr eingehend beschrieben hat. Snoekstra hat es außerdem geschafft, dass ich als Leser die ganze Zeit auf der Hut war und nach Beweisen für Person X oder Person Y gesucht habe.

Wirklich wieder ein gelungenes Buch und ich bin froh, dass ich damit angefangen habe. Deshalb gibt’s von mir 5-herzen

Eure Sandra ❤

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5 Gedanken zu “[Rezension] Ihr letzter Sommer – Anna Snoekstra

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