[Rezension] Zwanzig Zeilen Liebe – Rowan Coleman

Hallo meine Lieben,

heute habe ich wieder eine Rezension für euch. Diesmal von „Zwanzig Zeilen Liebe“ von Rowan Coleman, welches im Pipier Verlag erschienen ist. Ich habe im letzten Jahr „Einfach unvergesslich“ von Coleman gelesen und habe mich so in ihren Schreibstil
verliebt, dass ich unbedingt auch zu diesem Werk greifen musste 😀

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Titel: Zwanzig Zeilen Liebe

Autorin: Rowan Coleman

Broschiert: 416 Seiten

Verlag: Piper Paperback (31. August 2015)

Sprache: Deutsch

Preis: 14,99 €

 

Klappentext:

Sorge dafür, dass dein Vater sich wieder verliebt. Iss jeden Tag Gemüse. Trau keinem Mann mit übermäßigem Bartwuchs. Tanz auf meiner Beerdigung zu Dean Martin. Nacht für Nacht bringt Stella diese und andere Zeilen zu Papier. Doch es sind nicht ihre eigenen Gedanken und Wünsche. Die Hospizschwester schreibt Abschiedsbriefe im Auftrag ihrer schwer kranken Patienten und überreicht deren Nachrichten, nachdem sie verstorben sind. Bis sie einen Brief verfasst, bei dem sie keine Zeit verlieren darf. Denn manchmal lohnt es sich zu kämpfen: Für die Liebe. Für das Glück. Für den einen Moment im Leben, in dem die Sterne am Himmel ein wenig heller leuchten.

Meine Meinung:

Diese Geschichte hat mich in einer schlechten Zeit zwischen den Jahren begleitet. Verrückt, wie sehr man ein Ereignis mit einem Buch verbinden kann. Erst recht, weil das Thema doch sehr ähnlich ist. Aber trotzdem oder gerade deswegen hat es mich zutiefst berührt und emotional mitgenommen.

Stella, die seit der Rückkehr ihres Mannes aus dem Krieg nicht mehr dieselbe ist, arbeitet in einem Hospiz und begleitet dort die Menschen auf ihrem letzten Weg. Die Schicksale sind wirklich ergreifend und auch sie kann nicht immer Abstand halten zu den Menschen. Das ist auch der Grund, warum sie sich mit ihnen zusammensetzt und auf ihren Wunsch letzte Briefe für die Hinterbliebenen schreibt. Dabei handelt es sich manchmal auch nur um wenige Zeilen. Doch bei anderen Briefen erfahren wir als Leser so viel über den Verstorben, dass man schnell an seine Grenzen kommt.

Doch im Fokus steht nicht nur Stella. Nein, das Buch wird unter anderem auch aus der Sicht von einer Patientin und eines Angehörigen erzählt. Die Personen wechseln sich pro Kapitel immer wieder ab, sodass wir auch sie eine Weile begleiten. Es ist schön zu lesen, dass doch die Kleinigkeiten im Leben so viel Kraft haben und uns so auch über den Tod hinaus begleiten.

Stella ist mir von Anfang an sehr sympathisch. Sie hat es nicht leicht, da ihr Mann im Krieg ein Bein verloren und somit verwundet nach Hause gekommen ist. Sie entfernen sich immer weiter voneinander und Stella weiß nicht, wie sie hinter seine Mauer gelangen und ihn auffangen kann. Er blockt immer wieder ab und lässt sie nicht an sich ran. Es ist traurig mit anzusehen, wie sehr Stella kämpft. Aber auch Vincent, ihr Mann, kommt im Buch zu Wort. Dadurch erfahren wir sehr viel über ihn und seine Gefühle. Und vor allem auch, warum er diese Mauer errichtet hat und sich so von Stella abwendet. Das rundet diesen Teil der Geschichte auf jeden Fall sehr gut ab!

Besonders lieb gewonnen habe ich Hope, die (entgegen ihres Namens) nicht mehr so viel Hoffnung in sich trägt. Sie liegt zwar nicht im Sterben, leidet aber an Mukoviszidose und ist nach einer schweren Zeit im Krankenhaus nun im Hospiz, um sich zu erholen. Ich glaube, dass ihr erst im Zusammenleben mit den andren Patienten klar wird, wie viel Glück sie hat und dass sie um ihr Leben kämpfen muss. Sie hat viel Angst, was sie vor allem im Alltag sehr einschränkt. Sie ist ein sehr nachdenklicher Mensch, der erst alle Eventualitäten durchspielt, bevor sie etwas macht. Doch trotzdem oder gerade deshalb habe ich sie und ihren besten Freund einfach ins Herz geschlossen.

„Der da“, sagt sie und zeigt auf den hell über den Bäumen leuchtenden Morgenstern. „Weißt du, was der Stern bedeutet?“
„Nein, Mum, das weiß ich nicht.“ Ich lächele und schmiege meine Wange an ihre. „Der bedeutet, dass ich dich liebe. Ich liebe dich, Hugh.“

Alles in allem ist es wirklich ein sehr emotionales Buch, bei dem ich nicht nur einmal weinen musste. Aber das liegt vielleicht auch daran, dass ich einfach nah am Wasser gebaut bin 😉 Coleman hat es aber auch sehr gut geschafft, die kleinen Schicksale so treffend und eingehend zu beschreiben, dass man glaubt, direkt dabei zu sein.

Deshalb bekommt dieses Buch von mir 5-herzen.

Eure Sandra ❤

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3 Gedanken zu “[Rezension] Zwanzig Zeilen Liebe – Rowan Coleman

  1. Pingback: Meine Buch-Highlights aus 2016 – Nana – Der Bücherblog

  2. Hi,

    eine wirklich sehr schöne Rezension hast du hier geschrieben. Das Buch scheint sehr emotional aber auch richtig schön zu sein. Das Buch werde ich mir mal auf die Wunschliste packen. Es hört sich wirklich schön an.

    Liebe Grüße,
    Vanessa

    Gefällt 1 Person

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