[Rezension] Die Stille vor dem Tod – Cody McFadyen

Hallo meine Lieben,

heute gibt es wieder eine Rezension für euch. Es geht um den Thriller „Die Stille vor dem Tod“, den ich freundlicherweise als eBook von NetGalley zur Verfügung gestellt bekommen habe. Vielen Dank dafür!

Ich merke übrigens immer, dass ich Thriller etwas schlechter rezensieren kann als andere Bücher. Das liegt wahrscheinlich daran, dass auch schon Kleinigkeiten im Verlauf des Buches wichtig werden und ich nichts vorweg nehmen mag. Kennt ihr das auch oder stehe ich damit allein da? 😀

Titel: Die Stille vor dem Tod
Autor: Cody McFadyen
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 22,90€ (Hardcover)
ISBN: 978-3-7857-2566-5

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Klappentext:

An einem kalten Oktobertag werden Smoky Barrett und ihr Team nach Denver, Colorado, gerufen. Im Haus der Familie Wilton ist Schreckliches geschehen: Die gesamte fünfköpfige Familie wurde ermordet, und der Täter hat durch eine mit Blut geschriebene Botschaft Smoky mit der Lösung des Falles beauftragt. Doch das Unheil ist weit größer, denn die Wiltons sind nicht die einzigen Opfer. Insgesamt drei Familien wurden in der gleichen Nacht und in unmittelbarer Nähe voneinander getötet. „Komm und lerne“, lautet die Botschaft an Smoky. Es wird ein grausamer Lernprozess, das Böse in seiner reinsten Form, in seiner tiefsten Abgründigkeit  zu spüren. Smoky gelangt an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Und weit darüber hinaus. [Quelle: www.luebbe.de]

Meine Meinung:

Wenn ich mich nicht irre, war dieses Buch das erste von Cody McFadyen und er hat mich wirklich überzeugt. Die Geschichte ist so genial konstruiert, dass es beinahe schon beängstigend ist. McFadyen hat es geschafft, ein so kompliziertes und verwirrendes Konstrukt zu erschaffen, ohne dass man als Leser den Faden verliert.

Dieser Thriller ist der 5. Teil der „Smoky-Reihe“, die das Leben der FBI-Agentin Smoky Barrett behandelt. Ich habe mich vorher erkundigt, ob man das Buch auch ohne die vorherigen Bände versteht und mich daraufhin erstmal nur für dieses Buch entschieden. Situationen, die sich auf vorherige Ereignisse beziehen, wurden trotzdem sehr gut dargestellt und beschrieben, sodass ich nicht das Gefühl hatte, wichtige Punkte nicht zu verstehen.

Am Anfang des Buches befinden wir uns in einem Wohngebiet in Colorado. In drei Häusern wurden alle Familienmitglieder auf grausame Art und Weise getötet und im Anschluss für die Polizei bzw. speziell für Smoky drapiert. Außerdem gibt es einen Hinweis, dass sich Smoky um diesen Fall kümmern soll. Als sie mit ihrem Team am Tatort ankommt, gerät einiges außer Kontrolle und es wird schnell klar, dass es die Mörder auch auf sie abgesehen haben. Ohne zu viel zu verraten kommen alle Beteiligten im Laufe des Buches an ihre Grenzen und übertreten diese, um den Fall auflösen zu können. Und nicht nur einmal können sie dem Tod gerade so entkommen.

Smoky habe ich als sehr starke und emanzipierte Frau empfunden. Sie behält in fast jeder Situation einen kühlen Kopf und stellt ihre eigenen Empfindungen oftmals hinten an. Das ist okay und wahrscheinlich auch notwendig in ihrem Beruf. Trotzdem hat es mich gewundert, dass eine Hochschwangere munter an Schauplätzen rumläuft und sich wissentlich in Gefahr bringt. Da fehlt mir leider das Verständnis. Sie stellt ihr Team über ihr eigenes Leben und über ihre Familie. Und das, obwohl sie in der Vergangenheit schon sehr viele schlimme Schicksalsschläge hinnehmen musste. Sie hat ihren Beruf immer wieder mit nach Hause gebracht und ihre Familie damit in Gefahr gebracht. Trotzdem kann sie sich von ihrem Beruf nicht trennen. Er ist ihr Leben. Das bemerkt man im Buch immer wieder. Da ich keinen Vergleich zu den vorherigen Büchern habe, kann ich mich nur auf das Vorliegende beschränken. Hier liegt vor allem der Fokus auf Smoky und ihre eigene Psycho. Für mich als Leser stand vor allem die Frage, wie sie mit allem umgehen kann und wie die Geschehnisse auf sie wirken, im Mittelpunkt. Es gab sehr lange Passagen, in denen es nur um ihre Gefühlswelt und Emotionen ging.

Mehr als einmal musste ich das Buch kurz (wirklich nur kurz!) zur Seite legen, weil einige Stellen sehr anschaulich und blutrünstig beschrieben worden sind. In diesem Buch werden die Grenzen der Menschlichkeit sichtbar. Und die Täter gehen über diese Grenzen hinaus. Es ist teilweise wirklich abartig und nichts für schwache Gemüter.

Zwischendurch war es mir an einigen Stellen aber leider zu langatmig. Am Anfang ist in kurzer Zeit so viel passiert und ich kam fast nicht mit bei den ganzen Ereignissen. Doch zwischendurch hat es sich leider immer mal wieder etwas gezogen, was ich sehr schade finde.

Alles in allem ein wirklich guter Thriller. Deshalb gibt es von mir 4-herzen.


Kennt ihr das Buch? Oder habt ihr schon mal ein Buch von McFadyen gelesen? Wenn ja, schreibt mir doch mal, was ihr von ihm haltet 🙂

Eure Sandra ❤

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19 Gedanken zu „[Rezension] Die Stille vor dem Tod – Cody McFadyen

  1. Ich habe alle Bücher von Cody McFadyen gelesen und geliebt – nur „Die Stille vor dem Tod“ fand ich furchtbar. Ich habe mich so sehr auf das neue Buch gefreut und dann war es echt enttäuschend. Faszinierend, wie die Meinungen da auseinandergehen. Ich fand es im Gegensatz zu den anderen Teilen gar nicht blutig, sondern eher ziemlich langweilig. Da bin ich eindeutig besseres von Cody gewöhnt. 🙂

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  2. Sehr interessanter Eindruck.. Meiner lief genau in die andere Richtung. Ich hatte alle anderen Bücher zuvor gelesen, und fand, es liest sich, wie von einem komplett anderen Autor geschrieben. Stil, Charakterisierung, alles „daneben“. Wenn dir dieses Buch gefallen hat,werden dir vermutlich die vorherigen Bände weniger zusagen, denn sie sind sehr anders.
    Eine ausführlichere Rezension zum Buch aus meiner Sicht kannst du auch auf meinem Blog finden.

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  3. Pingback: Behind The Screens #10: liebe Freunde und tolles Wetter – Nana – Der Bücherblog

  4. Huhu (:

    Ich möchte auch endlich mal etwas von Cody McFadyen lesen. So viele schwärmen von seinen Thrillern, da will ich das gerne auch einmal probieren. Deine Rezension hat mich mal wieder daran erinnert! Vielen Dank dafür (:

    Liebe Grüße!
    Anna

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  5. Kann das absolut nachvollziehen! Obwohl ich vor allem Thriller bespreche, fallen mir diese dennoch nicht gerade leicht – alles ist wichtig, nichts darf spoilern!

    Mich konnte der 5. Band leider nicht mehr überzeugen, schade, denn ich bin ein riesen Fan von McFadyen (ob die Smokey-Reihe o. sein Einzelband) und ich hoffe sehr das der kommende Band wieder mehr anzieht: Vom Verlauf und von den Tätern.

    Liebe Grüße
    Janna

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    • Hey Janna,
      Ach gut dass es damit nicht nur mir so geht. Bei Romanen kann man meistens doch viel mehr beschreiben. Bei Thrillern habe ich ganz schnell das Gefühl, dass ich zu viel verrate
      Ach wie schade. Aber dann hoffe ich auch, dass dich das nächste Buch wieder überzeugt 🙂
      Liebe Grüße
      Sandra

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      • Definitiv, obwohl ich es zu Hauf lese & rezensiere – für mich das schwerste Genre für eine Buchmeinung!
        Ja, dieses Jahr ist der nächste Band geplant und ich werde ihn lesen, dafür bin ich zu sehr McFadyen-Fan um auf eines seiner Bücher zu verzichten 😉

        Gefällt 1 Person

  6. Hallo!
    Schöne Rezi:) Ich habe seine anderen 5 Bücher schon gelesen und bin wirklich begeistert von ihm. Die Stille vor dem Tod muss aber noch warten bis als Taschenbuch verfügbar. Ich kann vor allem „Der Menschenmacher“ empfehlen (welches nicht zur Dmoky-Reihe gehört)!

    Liebe Grüße!

    Gefällt 1 Person

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