[Rezension] In jedem Augenblick unseres Lebens – Tom Malmquist

Hallo meine Lieben,

heute gibt es wieder eine Rezension für euch. Diesmal geht es um den Roman In jedem Augenblick unseres Lebens aus dem Klett-Cotta Verlag. Ich habe den Roman freundlicherweise als eBook von NetGalley zur Verfügung gestellt bekommen.

Titel: In jedem Augenblick unseres Lebens
Autor: Tom Malmquist
Verlag: Klett-Cotta Verlag
Seitenzahl: 301 Seiten
ISBN: 9783608983128
Preis: 20,00 €

In jedem Augenblick unseres Lebens
http://www.klett-cotta.de

Klappentext:

Tom und Karin erwarten ihr erstes Kind, als Karin plötzlich schwer erkrankt und ins Krankenhaus eingeliefert werden muss. Das Baby wird per Kaiserschnitt gerettet, während Tom wie in einem Albtraum in den unterirdischen Gängen des Krankenhauses umherirrt. Zwischen Intensivstation und Säuglingsstation, zwischen Leben und Tod. Als er nach Hause zurückkehrt, hat er Karin verloren und ist allein mit einem Neugeborenen. Um sich seiner Trauer zu stellen und seiner Tochter ein Vater zu sein, beginnt er ein Buch zu schreiben. [Quelle: Klett-Cotta Verlag]

Meine Meinung:

Als ich den Klappentext gelesen habe, hat mich das Buch direkt berührt. Es geht hier um die Liebe eines Mannes für seine Frau und für sein (ungeborene) Kind. Und vor allem darum, wie Tom im Verlauf des Buches mit dem Verlust seiner Partnerin umgeht. Das Thema hat mich direkt gepackt und ich habe mich sehr gefreut, als ich die Zusage für das Buch bekommen habe. Die Geschichte fesselt von der ersten Seite. Auch, oder vor allem, weil man mit Tom mitfiebert. Man will nicht wahrhaben, dass Karin im Verlauf des Buches wirklich stirbt und dass Tom allein mit seiner Tochter Livia ist. Doch genau das passiert (es wurde ja schon im Klappentext geschrieben).

Während des Lesens erfährt man sehr viel von Toms Zerrissenheit. Er hat seine Partnerin verloren, möchte um sie trauern. Aber da ist seine kleine Tochter, die all seine Aufmerksamkeit und Liebe benötigt. Besonders dieses Gefühl wird im Buch sehr gut dargestellt und ich habe wirklich mit ihm gelitten. Besonders in der Zeit, als noch nicht klar ist, ob Karin es schafft oder nicht, weiß Tom nicht, was er machen soll. Eigentlich will er rund um die Uhr bei seiner Frau sein, will nichts verpassen. Auf der anderen Seite ist da seine Tochter, die zu früh zur Welt gekommen ist und nun auf der Säuglingsstation liegt. Er will sie schließlich nicht im Stich lassen. Und so wandelt er von einem Zimmer zum nächsten, verbringt einen Großteil seiner Zeit auf den Fluren des Krankenhauses und es kommt ihm so vor, als wäre er nirgendwo so richtig. Er hat Angst, es keinem der Beiden recht zu machen.

Da der Roman aus der Sicht von Tom geschrieben wurde, erfährt der Leser hautnah, wie er sich fühlt, welche Gedanken er sich macht und wie verzweifelt er ist. Er will Karin nicht loslassen. Aber er muss es. Und dieser innere Konflikt ist wirklich spürbar.

Durch immer wieder einfließende Rückblicke erfahren wir sehr viel über das Leben und die Liebe von Tom und Karin. Wir sind vom ersten Augenblick Teil des Ganzen, erleben ihr erstes Date gemeinsam mit ihnen. Ich finde es schön, dass wir aus Toms Sicht erfahren, wie er die Beziehung sieht und vor allem, wie sehr er Karin liebt. Denn vor allem das wird durch die Rückblicke immer wieder deutlich.

Allerdings gibt es einen Punkt, der mir das Lesen etwas erschwert hat: Die direkte Rede wird leider nicht gekennzeichnet. Alles wird im Fließtext geschrieben. So war es beim Lesen wirklich schwer zu realisieren, ob es sich hier um Toms Gedanken handelt oder ob es Gespräche sind. Das hat mich beim Lesen leider sehr geärgert und das Erlebnis des Lesens etwas geschwächt.

Mein Fazit:

Es handelt sich hierbei um ein schönes und wirklich ergreifendes Buch und ich bin noch immer froh, es lesen zu dürfen. Einzig der Punkt mit den Anführungszeichen hat mich beim Lesen immer wieder irritiert und auch geärgert. Trotzdem wird von der ersten Seite klar, dass es hier primär um die Liebe eines Mannes für seine (verstorbene) Frau und sein Kind geht und was er für Beide auf sich nimmt.

Eure Sandra ❤

Advertisements

4 Gedanken zu “[Rezension] In jedem Augenblick unseres Lebens – Tom Malmquist

  1. Pingback: |Rezension| In jedem Augenblick unseres Lebens - Tom Malmquist • Literatour.blog

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s