[Rezension] Sophie auf den Dächern – Katherine Rundell

Hallo meine Lieben,

heute gibt es wieder eine Rezension für euch. Diesmal zu dem Buch Sophie auf den Dächern von Katherine Rundell. Ich habe es freundlicherweise von Carlsen zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank dafür ❤

Titel: Sophie auf den Dächern
Autorin: Katherine Rundell
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 252 Seiten
ISBN: 9783551583192
Preis: 14,99 €

Sophie auf den Dächern

Klappentext:

Seit einem Schiffsunglück im englischen Kanal ist Sophie Waise. Davon sind zumindest alle anderen überzeugt. Aber Sophie ist sich sicher, dass ihre Mutter noch lebt und folgt der einzigen Spur, die sie von ihr hat – nach Paris. Dort lernt sie Matteo kennen und eine Handvoll Kinder, die aus den unterschiedlichsten Gründen auf den Dächern von Paris leben. Eine aufregende Suche beginnt und ein unvergessliches Abenteuer nimmt seinen Lauf. Doch wird Sophie ihre Mutter auf den Dächern von Paris wirklich finden? [Quelle: http://www.carlsen.de]

Meine Meinung:

Mich hat der Schreibstil von Rundell direkt gepackt und so bin ich auch sehr gut ins Buch reingekommen. Sophie landet nach einem Schiffsunglück bei Charles, einem Gelehrten, der sie von Anfang an ins Herz schließt und ihr so die Liebe gibt, die sie einfach braucht. Doch nach und nach wächst Sophies Wunsch, Nachforschungen zu ihren Eltern oder zumindest ihrer Mutter zu starten. Das ist gar nicht so einfach, denn es scheint nirgendwo festgehalten worden zu sein, wer sich wirklich auf dem Schiff befunden hat, als es gekentert ist. Außerdem gehen alle davon aus, dass Sophies Mutter – falls sie denn auf dem Schiff war – ums Leben gekommen sein muss. Sonst hätte sie Sophie nicht allein zurück gelassen. Doch Sophie glaubt nicht daran, will es vielleicht auch nicht einfach wahrhaben, dass sie keine lebenden Verwandten mehr hat. Als das Jugendamt entscheidet, dass Charles doch nicht der richtige Umgang für ein junges Mädchen ist, soll sie ins Waisenhaus gebracht werden. Nachdem sie einen Hinweis findet, der sie nach Paris führt, überredet sie Charles, gemeinsam dorthin zu flüchten und dort weiterzusuchen. Leichter gesagt als getan. Denn Paris ist groß und sie hat kaum Anhaltspunkte. Außerdem sind ihnen die Behörden auf den Fersen.

Das Buch handelt von Freundschaft, Liebe und Zugehörigkeit. Denn auch, wenn Sophie nicht mit Charles verwandt ist, sieht sie ihn als Vorbild, als Bezugsperson. Und es ist ganz egal, ob ihre Mutter lebt oder nicht: er ist immer für sie da. Diese Liebe kann man in jeder Zeile spüren und das ist das Tolle an diesem Buch. Beim Lesen habe ich eine Leichtigkeit empfunden, wie ich sie schon lang nicht mehr gespürt habe. Und das, obwohl das Thema des Buches gar nicht so leicht ist. Das ist eine Kunst, die nicht jeder Autor/jede Autorin erreicht.

Doch auch die Freundschaft steht im Mittelpunkt. Denn nach kurzer Zeit in Paris lernt Sophie Matteo kennen, der auf den Dächern von Paris lebt und ihr die Stadt aus einem ganz anderen Winkel zeigt. Durch ihn erfährt Sophie nicht nur viel über die Paris, sondern auch über sich selbst. Schon nach kurzer Zeit halten die Beiden so fest zusammen, ganz nach dem Motto: wir gegen den Rest. Es ist so schön zu lesen, wie einfach es manchmal sein kann und vor allem, dass sich vor allem Erwachsene viel zu viele Gedanken machen und zu wenig vertrauen.

Einzig das Ende hat mir beim Lesen einen Dämpfer verpasst. Es kam zu schnell und mir haben da einige Punkte gefehlt. Das war etwas schade. Trotzdem habe ich es sehr gerne und vor allem auch relativ schnell gelesen.

Matteo half ihr mit beiden Händen, als sie die Füße auf den Fenstersims setzte. Sie zwang sich, an Mütter und Cellos zu denken, nicht an das Geräusch, mit dem ihr Kopf bei einem Sturz auf das Straßenpflaster knallen würde.
„Mütter“, flüsterte sie im Stillen. „Mütter sind jedes Risiko wert.“

Fazit:

Ein schönes Buch über ein junges Mädchen, dass sich auf die Suche nach ihrer Mutter macht und allen Vorschriften und Warnungen trotzt. Es geht um die Liebe und vor allem auch um die Freundschaft, auf die man immer setzen kann. Es lohnt sich, auch wenn ich mir ein detailliertes Ende gewünscht hätte.

 

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