[Rezension] Für immer und Amy – Tim Sohr

Hallo meine Lieben,

heute wartet wieder mal eine Rezension auf euch. Dank der Challenge #SubDenSommer habe ich das Gefühl, momentan relativ viele Bücher zu beenden. Das freut mich natürlich total. Und dann habe ich ab nächster Woche zwei Wochen Urlaub. Da werde ich bestimmt auch noch einiges schaffen. Ich freue mich schon sehr darauf!

Das eBook zu Für immer und Amy habe ich freundlicherweise von NetGalley zur Verfügung gestellt bekommen. Danke dafür!

Titel: Für immer und Amy
Autor: Tim Sohr
Verlag: Ullstein
Seitenzahl: 288 Seiten
ISBN: 13 9783843715423
Preis: 8,80 €

Klappentext:

»Alle sagen, ich könne nicht lieben. Das liegt daran, dass ich ein Mal richtig geliebt habe.« Flemming Hansen mag Frauen sehr. Bis sie sich verlieben und eine feste Beziehung wollen. Dann ergreift er die Flucht. Liebe geht für ihn nur unverbindlich, damit hat er sich abgefunden. Doch seine Beziehungsunfähigkeit hat einen Namen – Amy. Die eine, große, erste Liebe, während des Austauschjahrs in den USA. Danach kam ihnen das Leben dazwischen. Plötzlich ist Flemming klar: Er muss Amy wiederfinden. Um sie zurückzugewinnen oder um endlich frei zu sein. Er macht sich auf eine entscheidende Reise um die halbe Welt …

Meine Meinung:

Das Buch startet damit, dass Flemming am Flughafen glaubt, seine erste große Liebe Amy entdeckt zu haben. Doch richtig sicher ist er sich nicht. Und die Geschichte nimmt so ihren Lauf. Denn der Leser erfährt aus erster Hand, wie Flemming sich während seines Austauschjahres in den USA mit Haut und Haaren in die quirlige Amy verliebt und sein Glück nicht fassen kann, als auch diese sich in ihn verliebt. Sie erleben ein Jahr mit vielen Hochs, aber genauso vielen Tiefs. Doch ihnen ist klar, dass ihre Beziehung ein Ablaufdatum haben wird. Denn wie sollten sie eine Beziehung auf diese Entfernung aufrecht erhalten. Doch das tut ihrer Verliebtheit keinen Abbruch. Sie genießen die gemeinsame Zeit, lernen sich kennen und blicken hinter die Fassade des jeweils anderen. Denn nicht alles ist rosig. Vor allem Amy’s aufgedrehte Art hat seinen Ursprung. Aber beide wissen, dass sie sich gegenseitig unterstützen und helfen können.

Zurück in der Gegenwart lernen wir einen ganz anderen Flemming kennen. Er scheint jede Nacht eine andere Frau im Bett zu haben, liebt sich selbst mehr als alle anderen und versinkt immer mal wieder in den Bars und Kneipen von Hamburg. Er scheint das Gegenteil des jungen, zweifelnden und schüchternen Flemming der Vergangenheit zu sein. Doch nun, da Amy scheinbar wieder in sein Leben getreten ist, macht er sich auf die Suche nach ihr. Und fliegt letztlich sogar wieder zurück nach Amerika, um dort mehr über sie zu erfahren. Denn entgegen seiner Erwartungen findet er keine Informationen in Sozialen Netzwerken und auch alte Freunde können ihm nicht helfen. Er sieht also nur noch die Möglichkeit, sie selbst in Amerika aufzuspüren. Und so nimmt eine relativ spannende Reise seinen Lauf.

Sohrs Schreibstil gefällt mir sehr gut. Die Idee, Vergangenheit und Gegenwart abwechselnd in den Kapiteln darzustellen, finde ich sehr gelungen. Und auch die Entwicklung der Charaktere ist gut dargestellt. Der American Dream bleibt für viele ein Traum. Ein Großteil der Bekannten und Freunde von damals versucht in der Gegenwart nur noch zu überleben. Durch die Gegenüberstellung von Gegenwart und Vergangenheit wird der Kontrast natürlich umso extremer. Das zeigt aber, dass diese Art der Darstellung sehr passend ist.

Trotzdem hätte ich mir ein bisschen mehr erhofft. Versteht mich nicht falsch: durch die Rückblicke in die Zeit während des Austauschjahres passiert natürlich immer wieder einiges. Trotzdem habe ich mir in der Gegenwart mehr Inhalt gewünscht. Mich hat vor allem interessiert, wie die Entwicklung bei Flemming war. Wie schon weiter oben erwähnt war er als Jugendlicher eher schüchtern und nicht sehr überzeugt von sich. Als wir ihn dann in der Gegenwart kennenlernen ist er das genaue Gegenteil. Er spricht Frauen am laufenden Band an, schläft mit ihnen, schmeißt sie morgens dann aber auch wieder relativ schnell raus. Er scheint sehr von sich überzeugt zu sein, sehnt sich aber scheinbar doch nach einer anderen Art von Nähe. Nach einer Nähe, die die sich wechselnden Frauen ihm nicht geben können. Ich hätte gerne gewusst, wie er sich in der Zeit entwickelt hat. Aber darüber erfahren wir leider nichts.

Aber jetzt muss ich Amy finden – es besteht für mich kein Zweifel, dass unsere Begegnung am Flughafen ein Zeichen war. Als wir uns damals in Providence verabschiedet haben, wussten wir, dass wir uns auf das Schicksal verlassen mussten – sollten wir füreinander bestimmt sein, würden wir es schon merken. Wir mussten uns damals nur gegenseitig versprechen, die Zeichen richtig zu deuten – und ich habe mein Zeichen jetzt erhalten.

Sie nahm mein Gesicht in beide Hände und küsste mich für immer. Es fühlte sich zumindest so an: für immer. Für immer und Amy. Dieser Kuss hätte bis heute andauern können.

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Fazit:

Alles in allem ein wirklich gutes Buch, dass ich in kurzer Zeit verschlungen habe. Mir gefällt vor allem der Kontrast zwischen Vergangenheit und Gegenwart sehr gut. Auch wenn ich mir mehr Informationen über die Zeit dazwischen gewünscht hätte. Trotzdem aber wirklich sehr unterhaltsam und an einigen Stellen wundersamerweise auch relativ ernst.

 

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Ein Gedanke zu „[Rezension] Für immer und Amy – Tim Sohr

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