[Rezension] Lieber Daddy Long Legs – Jean Webster

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Hallo meine Lieben,

heute gibt es wieder eine Rezension für euch. Als ich gesehen habe, dass es Lieber Daddy Long Legs in der Vorschau entdeckt habe, war ich direkt ganz angetan und hatte dann das Glück, es als Rezensionsexemplar zu erhalten. Und hach, es sieht einfach so so schön aus <3 Vielen Dank für die Zusendung!

Titel: Lieber Daddy Long Legs
Autor: Jean Webster
Verlag: Königskinder Verlag
ISBN: 9783551560445
Seitenzahl: 256
Preis: 18,99€

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Klappentext:

Fast 18 Jahre hat Judy Abbott im Waisenhaus gelebt. Wegen ihrer literarischen Begabung wird sie nun von einem geheimnisvollen Wohltäter aufs College geschickt. Der Mann möchte namenlos bleiben, Judy soll ihm aber jeden Monat einen Brief über ihre Fortschritte schreiben. Voller Begeisterung stürzt sich Judy in dieses unbekannte Leben. Mehr als einmal im Monat schreibt sie „Mr Smith“, denn sie hat ja sonst niemanden auf der Welt, mit dem sie ihre Erlebnisse teilen kann. Briefe voller Witz, über Hüte und Literatur, über neue Freundschaften und immer öfter auch über den sympathischen Jervis Pendleton. [Quelle: Königskinder Verlag]

Meine Meinung:

Schande auf mein Haupt, aber mir war dieser Klassiker vorher kein Begriff. Umso schöner war es dann aber, von Judys Geschichte zu lesen, mitzuverfolgen, welche Chancen sich ihr durch ihren edlen Spender eröffnen und wie glücklich sie ist, endlich etwas für sich und ihre Bildung tun zu können.

Judy wächst im Waisenhaus auf und kümmert sich dort im Laufe der Jahre um alle „Neuankömmlinge“, die ihren Weg zum Waisenhaus gehen müssen. Einmal im Jahr kommen Treuhändler vorbei, die das Waisenhaus finanzieren und wollen sehen, wie sich die Kinder dort machen. Und plötzlich geht alles ganz schnell: Judy wird zur Direktorin beordert und ihr wird mitgeteilt, dass sie aufs College gehen kann, da sie einen anonymen Unterstützer auf ihrer Seite hat. Das College!! Dieses Ziel war für sie vorher nicht greifbar. Wie hätte sie es auch zahlen können? Umso größer ist die Freude, als sie von dieser Nachricht erfährt. Das Einzige, was sie als Gegenleistung tun muss, ist einmal monatlich einen Brief an ihren Spender – sie nennt ihn liebevoll Daddy Long Leg – zu schreiben. Doch das ist für Judy gar kein Problem. Ihr Wunsch, Schriftstellerin zu werden und ihre hervorragenden Aufsätze waren nämlich die Gründe, weshalb sie die finanzielle Unterstützung überhaupt bekommen hat.

Im Verlauf des Buches begleiten wir Judy also auf dem College, erfahren, wie sie sich dort fühlt, dass sie Freunde findet und einfach aufblüht. Sie ist glücklich. Wahrscheinlich das erste Mal in ihrem Leben. Dank des Geldes von Daddy Long Leg kann sie nicht nur das College finanzieren. Sie kann sogar immer mal wieder Kleinigkeiten für sich kaufen, was sie unglaublich glücklich macht. Ursprünglich sollte sie sich jeden Monat meldet. Aber schnell wird dem Leser klar, dass sie so viel erlebt und so viel mitzuteilen hat, dass sie ihrem Treuhändler teilweise einmal die Woche schreibt.

Eine Sache ärgert sie allerdings immer wieder: sie erhält nie eine Antwort. Sie schreibt Daddy Long Leg immer wieder lange Briefe, aber erhält (falls eine Frage im Brief war) eigentlich nur von seinem Sekretär kurze Antworten. Sie fühlt sich manchmal so, als würde sie mit sich selbst reden. Deshalb wirkt es im Verlauf des Buches auch immer wieder mal wie ein Tagebuch.

Grundsätzlich ist das Buch wirklich schön geschrieben. Wir erfahren alles nur aus Sicht von Judy, was wirklich interessant ist. Außerdem ist das Buch nur in Briefform inklusive kleinerer Zeichnungen geschrieben. Aber so wirkt es noch viel realer und ansprechender. Ich finde es faszinierend, wie sie ihr Leben am College beschreibt. Sie ist mir von der ersten Seite an wirklich sehr sympathisch. Und das Ende hat natürlich auch eine kleine Überraschung für alle Leser parat.

Als er näher kam und einen Augenblick direkt auf ihn zuhielt, warfen die grellen Scheinwerfer seinen Umriss scharf an die Innenwand. Der Schatten zeigte grotesk verlängerte Beine und Arme, die über den Fußboden und die Wand hinaufliefen. Er sah ganz und gar wie ein riesiger, schwankender Weberknecht aus – ein „Daddy-Long-Legs“.

Fazit:

Es handelt sich hierbei um einen wirklich schönen Klassiker, der aufgrund seiner Aufmachung aus Briefen und Skizzen schnell zu lesen ist. Dass die Briefe aus Judys Sicht geschrieben sind, hat mir wirklich gut gefallen. So war der Leser live bei allen Geschehnissen dabei, erfährt es aber trotzdem (wie Daddy Long Legs) durch einen Brief. Ein richtig tolles Buch!

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2 Gedanken zu “[Rezension] Lieber Daddy Long Legs – Jean Webster

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