[Rezension] Fever – Deon Meyer

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Hallo meine Lieben,

heute gibt es wieder eine Rezension für euch. Diesmal handelt es sich um Fever, welches ich freundlicherweise vom Aufbau-Verlag zur Verfügung gestellt bekommen habe. Vielen Dank nochmal dafür :)

Titel: Fever
Autor: Deon Meyer
Verlag: Aufbau-Verlag
ISBN: 978-3-352-00902-0
Seitenzahl: 702 Seiten
Preis: 19,99€

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Klappentext:

Nicolaas Storm fährt mit seinem Vater Willem durch ein vollkommen verändertes Südafrika. Nach einem Fieber, das weltweit fünfundneunzig Prozent der Menschen getötet hat, versuchen die beiden, einen sicheren Platz zum Leben zu finden. Das Land ist in einem Zustand der Gesetzlosigkeit. Gangs ziehen schwerbewaffnet umher, wilde Tiere bedrohen die Menschen. Schließlich aber finden Vater und Sohn einen Platz für eine Siedlung. Andere Menschen stoßen zu ihnen – Abenteurer, elternlose Kinder, ehemalige Soldaten. Sie alle müssen die Gesetze des Überlebens neu lernen. Nico wird zum Schützen ausgebildet. Er verliebt sich in Sofia, die wildeste Frau, die jemals ihre kleine Stadt betreten hat, und er beginnt wieder an eine Zukunft zu glauben. Bis die Katastrophe passiert – und sein Vater ermordet wird. [Quelle: Aufbau Verlag]

Meine Meinung:

Als ich das Buch in der Vorschau des Verlags gesehen habe, war ich etwas hin- und hergerissen, ob mich diese Geschichte wirklich fesseln könnte. Letztlich habe ich mich dafür entschieden und habe es wirklich nicht bereut. Das Buch ist einfach unglaublich. Es wirkt alles so real, obwohl es eher in Richtung Fiktion/Utopie/Dystopie geht. Meyer hat es geschafft, eine (hoffentlich) noch weit entferne Welt zu schaffen und trotzdem den Bogen zu unserer aktuellen Gesellschaft zu spannen. Ich muss mich während des Lesens immer wieder daran erinnern, dass es keine Erzählung, basierend auf realen Geschehnissen ist, sondern eine erfundene Geschichte. Und das rechne ich Meyer wirklich hoch an. Er hat es wahrscheinlich vor allem deshalb geschafft, weil die einzelnen Kapitel des Buches wie Memoiren aufgebaut sind und man annimmt, dass diese einzelnen Facetten einfach wahr sein müssen. Hier ziehe ich den Hut vor Meyer!

Aber nun zur Story an sich: wie oben beschrieben befinden wir uns in einer Welt, deren Bevölkerung nach einem Fieber nur noch auf 5 % der Ursprungsbewölkerung geschrumpft ist. Es hat also nur ein ganz kleiner Teil dieses Fieber überlebt. Und diese Menschen müssen nun versuchen zu überleben. Unter den Überlebenden befinden sich Willem und Nicolaas, ein Vater-Sohn-Gespann, das mit dem Auto durch Südafrika reist und nach einiger Zeit entscheidet, dass sie nur in der Gemeinschaft überleben können. Sie verteilen Flugblätter und wollen so erreichen, dass immer mehr Menschen in das von ihnen auserwählte Dorf ziehen und gemeinsam etwas Neues erschaffen. Sie haben selbst nicht damit gerechnet, dass diese Idee so einen Ansturm findet. Denn nach und nach kommen immer mehr Menschen in das Dorf – Amanzi haben sie es genannt. Für einen Großteil der Menschen bietet das Dorf und die Gemeinschaft vor allem eins: Schutz vor den bewaffneten Gangs. Mit der Zeit entsteht also eine Gemeinschaft, die mit vereinten Kräften ein neues Leben aus dem Nichts erschaffen will. Sie fangen an, Obst und Gemüse anzubauen, fangen freilaufende Kühe und Hühner, um sie zu halten, zu vermehren und sie zu schlachten. Sie schaffen es sogar, Elektrizität zu erschaffen. Und das alles mit dem Wissen der Mitmenschen.

Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt. Inmitten dieser Menschen gibt es auch schwarze Schafe, die sich gegen diese Gesellschaft oder auch das Parlament, welches sie ins Leben gerufen haben, richten. Es ist immer wieder interessant zu lesen, wie mit diesen Konflikten umgegangen wird und wie sie als Gemeinschaft über einzelne Themen entscheiden. Ich finde es super spannend, diese Entwicklungen miterleben zu können. Und muss mich wie gesagt immer wieder daran erinnern, dass es Fiktion ist.

Das Buch ist zum Großteil aus der Sicht von Nicolaas, dem Sohn von Willem, geschrieben. Er nimmt uns mit auf eine unglaubliche Reise und erzählt so realistisch, dass man glaubt, selbst dabei zu sein. Zwischendurch kommen allerdings auch immer wieder andere Bewohner zu bestimmten Themen zu Wort. Es wird ein sogenanntes Amanzi-Geschichtesprojekt ins Leben gerufen, um für die Nachwelt festzuhalten, wie die Anfänge dieser neuen Zeit gelaufen sind. Dieser Teil erinnert mich sehr stark an eine Dokumentation, bei der jeder Teilnehmer mal zu Wort kommt, um bestimmte Situationen zu erklären. Wie gesagt: sehr realistisch alles!

Natürlich geht es nicht nur um die Entstehung einer neuen Gemeinschaft/Gesellschaft, sondern auch um die Bekämpfung der Gangs, die versuchen, Amanzi zu stürmen und dem Erdboden gleich zu machen. Hier werden wir Zeuge verschiedenster Kämpfe und müssen einige große Verluste miterleben. Außerdem erfahren wir sehr viel über die Beziehung zwischen Vater und Sohn und was es bedeutet, Teil von etwas Großem zu werden. Und auch die Liebe darf hier nicht fehlen ;-)

Einen Moment lang war ich ganz fasziniert, denn zum ersten Mal wurde mir bewusst, dass es noch andere Menschen gab, andere Gemeinschaften, die auch einen Neubeginn wagen, die auch stolperten, kämpften, wiederaufbauten und hofften.

Ich war inzwischen über einen Kopf größer als er, breiter und stärker, und ich erinnerte mich plötzlich an jene Nacht vor dem Haus des Lichts, als ich klein war, als ich die beiden Jeep-Männer erschossen hatte, als ich entdeckte, dass ich meinen Vater für den Rest seines Lebens würde beschützen müssen. Und dieses Gefühl, dieser Wunsch, ihn zu beschützen, überwältigte mich vollkommen, während ich meinen Vater umarmte.

Fazit:

Ich kann es nur nochmal sagen: dieses Buch ist einfach unglaublich und ich lege es wirklich jedem ans Herz. Es ist so facettenreich und vielfältig, dass für jeden etwas dabei ist. Eine große Kaufempfehlung an euch da draußen!

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2 Gedanken zu “[Rezension] Fever – Deon Meyer

  1. Ich mag Deon Meyer seitdem ich ihn für meine Buchhändler Prüfung lesen musste. Thematisch klingt es interessant und ich setzte es auf meine Wunschliste . Danke für deinen Tipp

    Liebe Grüße

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