[Rezension] Das Haus, das in den Wellen verschwand – Lucy Clarke

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Hallo meine Lieben,

heute wartet wieder eine Rezension auf euch. Diesmal geht es um Das Haus, das in den Wellen verschwand aus dem Piper Verlag. Das Buch ist übrigens das Erste, dessen Namen ich aus meinem Glas voller SuB-Zettel gezogen habe und es war einfach ein richtiger Glücksgriff :) Wenn ihr meinen Beitrag zu meinem SuB noch nicht gelesen habt und wissen wollt, welche Challenge ich mir selbst gestellt habe, dann schaut unbedingt bei diesem Beitrag vorbei.

Titel: Das Haus, das in den Wellen verschwand
Autorin: Lucy Clarke
Verlag: Piper
ISBN: 978-3-492-06029-5
Seitenanzahl: 384 Seiten
Preis: 14,99 €

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Klappentext:

Lana und ihre beste Freundin Kitty wagen das ganz große Abenteuer und verlassen ihre Heimat England, um auf Weltreise zu gehen. Unterwegs treffen sie auf eine Gruppe junger Globetrotter, die mit ihrer Yacht »The Blue« von den Philippinen nach Neuseeland segelt. Schnell werden die beiden jungen Frauen Teil der Crew, und es beginnt eine aufregende Zeit voller neuer Erfahrungen vor der traumhaften Kulisse der Südsee. Doch auch das Paradies hat seine Grenzen. Denn Lana und Kitty merken bald, dass an Bord nichts ist, wie es scheint. Und als ein Crewmitglied mitten auf dem Ozean spurlos verschwindet, kommen nach und nach die Gründe ans Licht, weshalb ihre Mitreisenden die Fahrt wirklich angetreten haben. [Quelle: Piper]

Meine Meinung:

Als ich das Buch zum ersten Mal in der Hand gehalten habe, hat mich vor allem der traumhaft schöne Buchschnitt begeistert. Die Tropfen, die vom Cover aus über die Seiten bis auf die Rückseite verteilt sind, waren einfach ein Eyecatcher. Als ich dann angefangen habe zu lesen, hat mich das Buch direkt ergriffen. Clarke hat eine unglaublich tolle Art zu schreiben, sodass ich direkt Teil der Geschichte geworden bin. Der Anfang des Buches war zwar ein wenig zäh, aber dann hat es wirklich an Fahrt zugelegt. Besonders die Beschreibungen der Landschaften, Inseln und des Meeres sind unglaublich und zeigen, wie gut Clarke mit Worten umgehen kann. Ich saß letztlich also nicht mehr im kalten Deutschland, sondern bin mit Lana, Kitty und ihren neuen Freunden unterwegs, um versteckte Inseln und traumhafte Buchten zu entdecken. Es ist einfach unglaublich.

Die Freundschaft zwischen Lana und Kitty ist wirklich sehr tiefgründig. Ihre Schicksale haben sie zusammengebracht und von klein auf weichen sie nicht mehr von der Seite des anderen. Es ist also kein Wunder, dass Kitty keine Sekunde zögert, als Lana ihr den Vorschlag einer Weltreise macht. Sie muss einiges hinter sich lassen und Kitty lässt für sie alles stehen und liegen und bleibt an ihrer Seite. Es ist schön zu beobachten, wie sehr sich die beiden aufeinander verlassen können und welche große Rolle sie im Leben des Anderen spielen. Doch mit der Zeit auf dem Schiff, wo die Umstände einfach ganz andere als auf  dem Land sind, merken sie schnell, dass doch nicht alles rosig ist und sie sich letztlich ihren Ängsten stellen müssen, vor denen sie weggelaufen sind. Als sie das realisieren, kann man den Stich fast selbst spüren.

Lana ist eine Person, die sehr viel hinterfragt, sich für ihre Mitmenschen einsetzt, aber auch von Emotionen getrieben wird, die sie manchmal nicht kontrollieren kann. Das wird im Verlauf des Buches immer deutlicher, als sie gezwungen ist, sich mit sich selbst und den anderen Crew-Mitgliedern der „Blue“ auseinander zu setzen und merkt, dass auch dort, fernab der Heimat, vieles mehr Schein als Sein ist und jeder Mensch sein Päckchen und auch sein Geheimnis zu tragen hat.

Das Buch ist in zwei verschiedene Zeitzonen aufgebaut: einmal die Gegenwart und die Vergangenheit. Wir erfahren also von Anfang an hautnah, dass irgendetwas passiert ist, woraufhin Lana die „Blue“ verlassen hat. Und mit der Zeit und nach einigen Rückblicken erfahren wir die genauen Gründe. Einiges hat mit den anderen Crew-Mitgliedern zu tun, anderes bezieht sich auf ihre Vergangenheit und Dinge, die vor allem in ihrer Jugend passiert sind.

Es ist ein spannendes Buch mit wirklich interessanten und vor allem facettenreichen Charakteren. Clarke hat es geschafft, jede Person am Anfang in eine Schublade zu stecken. Aber im Laufe des Buches wird dem Leser (und auch den anderen Crew-Mitglieder) klar, dass diese Zuschreibungen nur auf den ersten Blick stimmen. Sie blicken nicht in das Innere des Menschen. Das Buch hat mir vor allem deutlich gemacht, dass man immer auch hinter die Fassade blicken und einiges hinterfragen muss, bevor man über seine Mitmenschen urteilt.

Fazit:

Das Buch sieht von außen eher wie eine sanfte und leichte Lektüre aus. Doch sobald man in die Geschichte eintaucht, kann man nicht mehr abschalten, sondern muss am Ball bleiben, um zu sehen, wie sich das Leben der Crew entwickelt. Das Lesen hat einfach Spaß gemacht und sehr gefesselt!

 

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4 Gedanken zu “[Rezension] Das Haus, das in den Wellen verschwand – Lucy Clarke

  1. Pingback: [Update] Mein SuB und ich – Nana – Der Bücherblog

  2. Ich hätte schwören können einen Kommentar geschrieben zu haben. Also falls du nun zwei Kommentare von mir hast: Sorry :D
    Du sprichst mir mit deiner Rezension aus dem Herzen, ich liebe das Buch und Clarkes Schreibstil. Man hält das Buch zwar für eine luftigleichte Lektüre, allerdings steckt viel Story darin mit einem genialen, wenn auch beängstigenden, Plottwist. Ich mag Lucy Clarke sehr und fand auch „Der Sommer in dem es zu schneien begann“ sehr gut, auch wenn es nicht so einen Plottwist hat wie dieses hier und nicht so thrillermässig spannend ist. Ihr neustes Buch will ich mir unbedingt zulegen und lesen, aber zuerst will ich noch andere Bücher auf meinem SuB lesen 😄
    Viele Grüsse
    Julia

    1. Hey Julia,
      haha das kenne ich :D Manchmal habe ich in Gedanken schon einen Kommentar geschrieben, aber dann doch nicht umgesetzt. Warum auch immer :D
      Ich kenne leider bisher noch kein Buch von Clarke. Aber „Der Sommer in dem es zu schneien begann“ werde ich mal auf meine Liste setzen. Allerdings muss erstmal der SuB kleiner werden :D
      Ich fand das Buch auch echt richtig gut. Vor allem, dass es trotzdem einfach immer wieder Überraschungen gab. Ein toller Schreibstil!
      Viele Grüße
      Sandra

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