[Rezension] Denkst du manchmal noch an mich? – Renée Carlino

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Hallo ihr Lieben,

heute gibt es wieder eine Rezension für euch! Diesmal zum Roman Denkst du manchmal noch an mich?, welchen ich netterweise von NetGalley als eBook zur Verfügung gestellt bekommen habe. Vielen Dank dafür!

Titel: Denkst du manchmal noch an mich?
Autorin: Renée Carlino
Verlag: S. Fischer Verlage
ISBN: 978-3-596-29628-6
Seitenzahl: 352 Seiten
Preis: 9,99 €IMG_20180313_181450.jpg

Klappentext:
Matthew, frisch geschiedener Fotograf, sieht eines Tages seine Jugendliebe Grace in einer vorbeifahrenden U-Bahn. Er schaltet kurzentschlossen eine Suchanzeige:
„Wir lernten uns vor fünfzehn Jahren kennen, als ich im Studentenwohnheim das Zimmer neben Dir bezog. Du hast es als >Blitzfreundschaft< bezeichnet. Ich möchte gern glauben, dass es mehr war. Trotzdem war dann alles irgendwie vorbei. Im Sommer nach unserem Abschluss verloren wir uns aus den Augen.
Jetzt sah ich Dich wieder. Es war ein Mittwoch. Du balanciertest auf der gelben Linie, die vor dem Bahnsteig verläuft, während Du auf die U-Bahn Richtung Brooklyn wartetest. Vielleicht ist es total verrückt, aber hättest Du Lust auf ein Wiedersehen? M.“ [Quelle: S. Fischer Verlage]

Meine Meinung:
Dieses Buch ist wirklich gut aufgebaut. Wir starten in der Gegenwart und erfahren hier vor allem viel von Matthew, der bei National Geographic arbeitet und seine große Liebe Grace, die er vor vielen Jahren aus den Augen verloren hat, in der U-Bahn trifft. Sie ist allerdings in der Bahn, er auf dem Bahnsteig. Kurzentschlossen schaltet er eine Onlineanzeige, um sie zu finden. Und wird wirklich fündig. Und hier startet dann der Rückblick auf die Geschichte von Matthew und Grace. Sie lernen sich im Studentenwohnheim kennen, verbringen sehr viel Zeit miteinander, definieren aber vor allem in der ersten Zeit nicht, was sie sind. Wir erfahren aus den Perspektiven von beiden, wie sie über den anderen und ihre „Beziehung“ denken, können aber mitverfolgen, wie doch keiner der beiden den ersten Schritt machen und die Beziehung beim Namen nennen will. Das kommt erst im Verlauf der Geschichte zutage.

Dieses Buch handelt von zweiten Chancen im Leben und dass man diese ergreifen sollte, sobald man die Möglichkeit dazu bekommt. Denn Matthew und Grace verlieren sich aufgrund verschiedener Umstände aus den Augen, können den Anderen aber trotzdem nie wirklich vergessen. Bis zu dem Zeitpunkt, wo sie sich am Bahnsteig treffen. Es ist Schicksal. Zumindest wirkt es auf den ersten Blick so.

Aber nicht nur zweite Chancen spielen eine große Rolle, sondern auch die Thematik, dass vieles oftmals nicht so ist, wie man vielleicht glaubt. Das Leben spielt den Protagonisten einige Streiche und sie realisieren erst im Nachhinein, welchen Einfluss kleine Dinge auf ihr aktuelles Leben haben.

Was mir neben der Story besonders gut gefallen hat, ist der Stellenwert der Musik. Es vergeht kein Kapitel, bei dem die Musik nicht zumindest in einem Satz thematisiert wird. Es ist schön, immer wieder von bekannten Musikern zu lesen und zu sehen, welchen Einfluss sie auf die Protagonisten haben. Denn Grace, die eine sehr begabte Cellistin ist, kann nicht ohne Musik. Sie spielt aber nicht nur klassische Stücke, sondern auch rockige Lieder. Die Musik begleitet das Buch von der ersten bis zur letzten Seite und das ist wirklich toll.

Ohne zu viel zu verraten, hält das Buch einige Überraschungen bereit, mit denen ich am Anfang nicht gerechnet habe. Es ist schön, dass die Geschichte nicht so vorhersehbar und einfach gestrickt ist, sondern den Leser bzw. die Leserin verblüfft.

Carlino schafft es, dass die Liebe der Beiden von der ersten Seite an greifbar ist. Die Beschreibung des jeweils anderen sind mit so viel Liebe zum Detail und Bewunderung geschmückt, dass man beide einfach sofort ins Herz schließen muss. Sie sind unglaublich tolle Protagonisten und ich habe mit beiden bis zum Ende mitgefiebert. Das Schicksal hat es nicht unbedingt durchgängig gut mit ihnen gemeint. Doch letztlich haben sie das Beste daraus gemacht. Und das finde ich toll.

Ich spürte es, noch ehe ich das Gefühl benennen konnte. Ich hatte die Worte vielleicht schon hundertmal gesagt, doch jetzt, wo ich sie wirklich meinte, klangen sie vollkommen anders. Wenn ich an all das dachte, was wir füreinander empfanden, spielte es keine Rolle, dass es nur Freundschaft war. Ich liebte Grace.

Fazit:
Es handelt sich hierbei um einen wirklich schönen Roman, der zeigt, dass das Schicksal manche Leute trennt, diese aber möglicherweise wieder zusammenführen kann. Ich hatte beim Lesen immer mal wieder Tränen in den Augen, da mich diese Geschichte einfach sehr berührt hat. Für mich eine klare Kaufempfehlung!

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Ein Gedanke zu “[Rezension] Denkst du manchmal noch an mich? – Renée Carlino

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