[Rezension] Nachtwild – Gin Phillips

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Hallo meine Lieben,

heute gibt es wieder eine Rezension für euch. Ich hatte die Chance, Nachtwild aus dem dtv-Verlag vorab lesen zu dürfen. Vielen Dank dafür! Es ist am 29. März erschienen.

Titel: Nachtwild
Autorin: Gin Phillips
Verlag: dtv
ISBN: 978-3-423-26196-8
Seitenzahl: 303
Preis: 15,90 €

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Klappentext:
Dunkler als die Nacht. Wilder als ein Tier. Näher als du glaubst.
Es ist ein herrlicher Tag und Joan besucht mit ihrem vierjährigen Sohn Lincoln den Zoo – da hört sie plötzlich Schüsse. Am Ausgang sieht sie Tote auf dem Boden liegen. Sie weiß nicht, ob die Polizei unterwegs ist, ob der oder die Täter noch in der Nähe sind. Als weitere Schüsse fallen, flüchtet sie mit Lincoln in ein leer stehendes Gehege. Das Leben ihres Sohnes hängt jetzt allein von ihr ab und davon, ob sie einen Weg finden wird, sie beide zu retten. Jedes Geräusch, jede Bewegung kann tödlich sein. Sie muss Entscheidungen treffen und Dinge tun, die sie nie für möglich gehalten hätte. [Quelle: dtv]

Meine Meinung:
Diese Geschichte hat unglaubliches Potenzial. Die Protagonisten befinden sich an einem schönen sommerlichen Tag in einem Zoo, genießen das Wetter. Bis sie Schüsse hören, sich verstecken und hoffen, von den Schützen nicht gefunden zu werden. Ich habe eine unglaublich spannende und nervenaufreibende Geschichte erwartet, einen richtigen Thriller, den ich nicht mehr aus der Hand legen möchte.

Aber leider wurde ich hierbei enttäuscht. Das Buch hat zwischendurch unglaubliche Längen, in denen nicht viel passiert, Joan in Erinnerungen an ihre Vergangenheit schwelgt und dadurch die Geschichte an Fahrt verliert. Irgendwie bin ich mit der Protagonistin Joan und ihrem Sohn nicht warm geworden. Einige Handlungen von Joan kann ich gar nicht nachvollziehen. Sie schmeißt z.B. zwischendurch ihr Handy, die einzige Verbindung zur Außenwelt, weg, um die Schützen von sich abzulenken und sie dadurch auf eine andere Fährte zu locken. Das macht für mich gar keinen Sinn, da sie bis zu dieser Situation sowohl die Nachrichten zum Amoklauf nachlesen konnte. Und darüber hinaus sogar mit ihrem Mann Kontakt halten und ihn dadurch ein wenig beruhigen konnte.

Im Fokus ihrer Gedanken steht ihr vierjähriger Sohn Lincoln, den sie mit ihrem Leben beschützen will. Was total verständlich und nachvollziehbar ist. Doch auch hier ist ihr Handeln meiner Meinung nach nicht immer nachvollziehbar und es gibt Momente, in denen ich wirklich über ihre Naivität erschrocken bin.

Neben Joan und Lincoln bekommen wir auch Einblicke in die Geschehnisse und Gedanken der Schützen sowie von anderen Besuchern, die sich  im Zoo versteckt haben. Das ist zwar interessant, da man hierdurch verschiedene Umgänge mit der Situation sehen kann. Aber auch hier gibt es immer wieder Momente und Handlungen, die ich nicht ganz verstehen konnte. Vor allem umfangreichere Einblicke in die Handlungen und Gedanken der Amokläufer wären interessant gewesen. Wir erfahren zwar immer wieder, wie die Vergangenheit für sie gelaufen ist. Aber für mich ist diese Darstellung zu schwach und einseitig.

Fazit:
Alles in allem war ich leider ein wenig enttäuscht, da das Potenzial dieser Geschichte ganz enorm ist. Man hätte sie um einiges spannender gestalten können. Die Protagonistin handelt oftmals unverständlich. Dadurch bin ich mit ihr nicht warm geworden und konnte beim Lesen trotz der Situation an sich kein Mitleid aufgebaut.

 

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