[Rezension] Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe – Michelle Marly

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Hallo meine Lieben,

heute gibt es wieder eine Rezension für euch. Diesmal zu Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe aus dem Aufbau Verlag.

Titel: Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe
Autorin: Michelle Marly
Verlag: Aufbau
ISBN: 978-3-7466-3349-7
Seitenzahl: 496 Seiten
Preis: 12,99 €

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Klappentext:
Auf der Suche nach l’eau d‘amour.
Paris, 1919: Coco Chanel ist es gelungen, ein erfolgreiches Modeunternehmen aufzubauen. Doch als ihr Geliebter Boy Capel bei einem Unfall stirbt, ist sie vor Trauer wie gelähmt. Erst der Plan, ihrer Liebe zu ihm mit einem Parfüm zu gedenken, verleiht ihr neue Tatkraft. Auf ihrer Suche danach begegnet sie dem charismatischen Dimitri Romanow. Mit ihm an ihrer Seite reist Coco nach Südfrankreich, in die Wiege aller großen Düfte, und kommt schon bald dem Duft der Liebe auf die Spur.
Coco Chanel – eine einzigartige Frau und eine große Liebende. Dies ist ihre Geschichte. [Quelle: Aufbau]

Meine Meinung:
Über das Leben von Coco Chanel habe ich bisher wenig recherchiert. Doch als ich dieses Buch in der Vorschau von Aufbau entdeckt habe, hat es mich direkt angesprochen. Im Nachwort der Autorin wird zwar deutlich, dass es sich hierbei nicht zu 100% um die Aufbereitung des Leben von Coco Chanel handelt, da einfach zu wenig bekannt ist und sie sich vieles anhand der anderen Charaktere ihres Lebens zusammenreimen musste. Aber trotzdem sei es zumindest ein Schritt in diese Richtung.

Der Roman ist in vier Teile aufgeteilt, die jeweils noch einige Kapitel beinhalten. Und alles läuft auf ein Ziel heraus: die Entstehung des Parfums Chanel No. 5, welches heutzutage eines der Klassiker im Parfumregal darstellt. In diesem Roman erfahren wir, wie es zu der Idee des Parfums kam, welche Schritte Coco gehen musste, um dorthin zu gelangen und vor allem auch, welche Männer sie in diesen Zeiten begleitet haben. Denn eines wird schnell klar: Männer spielen eine große Rolle in Cocos Leben.

Angefangen hat alles bei Boy, der eigentlich verheiratet ist, aber eine langjährige Affäre mit Coco Chanel hat. Er ist ihr Seelenverwandter und sie wünscht sich eine gemeinsame Zukunft mit ihm. Doch er stirbt bei einem Autounfall und nichts ist mehr so, wie es mal war. Coco ist am Boden zerstört und weiß nicht, wie sie diesen Verlust verkraften kann. Aber sie hält sich an einer Idee aufrecht: gemeinsam mit Boy hat sie überlegt, ihren Kundinnen ein ganz besonderes Geschenk zu Weihnachten zu überreichen, nämlich ein eigens von ihr kreiertes Parfum. Nach seinem Tod wird es für sie zu einer Art Hommage an Boy und sie will etwas ganz Besonderes und Einzigartiges auf den Markt bringen.

Im Laufe des Buches hat sie immer wieder Affären mit anderen Männern, unter anderem mit Igor Strawinsky, der gemeinsam mit seiner Frau und den Kindern in Cocos Haus eingezogen ist. Doch besonders angetan hat es ihr der Großfürst Dmitri Pawlowitsch Romanow, mit dem sie immer wieder längere Urlaube gemacht hat und dem sie als Einzigem anvertraut, wo ihre Wurzeln wirklich liegen. Sie vertraut ihm voll und ganz und genießt die gemeinsame Zeit in vollen Zügen. Durch ihn macht sie die Bekanntschaft zu ihrem späteren Parfümeur Ernest Beaux. Doch aufgrund der gesellschaftlichen Vorgaben konnten Coco und Dimitri nie heiraten und trennen sich nach einiger Zeit voneinander.

Alles in allem ist es ein unglaublich interessantes Buch, welches viele Facetten des Labels Chanel aufzeigt. Bis zum Nachwort, welches ich natürlich erst am Ende gelesen habe, war ich mir nie ganz sicher, ob es sich hierbei nur um einen Roman handelt, der an das Leben Coco Chanels angelehnt ist oder ob es sich hierbei wirklich weitgehend um Fakten handelt. Die Autorin hat wirklich gute Arbeit geleistet und ich war sehr schnell in dieser Geschichte gefangen und habe mitgefiebert, wie Chanels Liebesleben weitergeht und ob sie möglicherweise doch sesshaft wird. Besonders interessant finde ich die Entstehung des Parfumnamens Chanel No. 5. Denn die Zahl 5 zieht sich durch den ganzen Roman und hat vor allem für Coco eine wichtige Bedeutung. Ich finde es toll, dass diese Zahl dann letztlich aufgegriffen wurde.

Sie sagte ihm nicht, welche Bedeutung die Fünf noch hatte. Die Zahl der Venus, dachte sie spontan in Erinnerung an ihr stundenlanges Warten vor dem Beichtstuhl. Ihr fielen in diesem Moment nicht die symbolische Bedeutung der Zisterzienser ein, nicht die Bilder, die sie in den Mosaiksteinen an Wänden und Böden abgezählt hatte. Sie achte in diesem bedeutungsvollen Moment nur daran, dass die Fünf die mystische Zahl der Liebe war, die unteilbare Kombination aus der männlichen Drei und der weiblichen Zwei.

Fazit:
Ein unglaublich gut geschriebenes Buch rund um die Geschichte von Coco Chanel und wie sie letztlich zu ihrem Chanel No. 5 gekommen ist. Marly hat hierbei sehr gut recherchiert und der Vergangenheit Leben eingehaucht!

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6 Gedanken zu “[Rezension] Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe – Michelle Marly

  1. Pingback: Rezension - Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe - Books and a Cuppa Tea

  2. Pingback: Buch-Vorfreude 2019 – Nana – Der Bücherblog

  3. Das klingt echt gut! Ich finde solche Bücher, die auf wahren Storys beruhen, bzw. diese nacherzählen (sollen) immer mega interessant.

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