[Rezension] Love, Simon – Becky Albertalli

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Hallo meine Lieben,

heute gibt es mal wieder eine Rezension für euch. Diesmal geht es um Love, Simon von Becky Albertalli aus dem Carlsen Verlag. Aktuell flimmert die Verfilmung des Buches über die Kinoleinwand. Vielleicht hat sie schon eine/r von euch geschaut? Ich habe es leider noch nicht geschafft. Aber habe auf jeden Fall vor, den Film noch zu schauen.

Titel: Love, Simon
Autorin: Becky Albertalli
Überstzung: Ingo Herzke
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 335 Seiten

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Klappentext:
Was Simon über Blue weiß: Er ist witzig, sehr weise, aber auch ein bisschen schüchtern. Und ganz schön verwirrend. Was Simon nicht über Blue weiß: WER er ist. Die beiden gehen auf dieselbe Schule und schon seit Monaten tauschen sie E-Mails aus, in denen sie sich die intimsten Dinge gestehen. Simon spürt, dass er sich langsam, aber sicher in Blue verliebt, doch der ist noch nicht bereit, sich mit Simon zu treffen. Dann fällt eine der E-Mails in falsche Hände – und plötzlich steht Simons Leben Kopf. [Quelle: Carlsen]

Meine Meinung:
Ich muss gestehen, dass ich von dem Buch vorher noch nichts gehört habe. Ursprünglich ist es in Deutschland unter dem Titel „Nur drei Worte“ erschienen. Doch durch den bevorstehenden Kinofilm entstand sozusagen eine zweite Ausgabe. Das Cover hat mich sehr neugierig gemacht und nachdem ich den Klappentext gelesen habe, war klar, dass ich das Buch unbedingt lesen möchte.

Mir hat vor allem der Schreibstil von Albertalli sehr gut gefallen. Sie hat es geschafft, dass ich direkt sehr gut in die Geschichte reingefunden habe. Durch die Abwechslung von E-Mails und der Geschichte an sich wird eine gute Mischung erreicht. Wir steigen direkt ohne großes Geplänkel in die Geschichte ein und erleben mit, wie Simon von seinem Mitschüler Martin erpresst wird, da er die E-Mails zwischen Simon und dem unbekannten Blue gelesen hat und eins und eins zusammenzählt. Denn schnell wird auch dem Leser klar: hier bahnt sich etwas zwischen Simon und Blue an. Und das, obwohl sie sich noch nie gesehen haben. Zumindest nicht in dem Bewusstsein, wer sie wirklich sind. Diese Information in den Händen eines Mitschülers zu wissen, schlägt Simon ziemlich zurück. Er weiß nicht, was er tun soll. Blue darf auf keinen Fall erfahren, dass jemand von ihrem Geheimnis weiß. Und so macht er bei der Erpressung mit und versucht dadurch alles, um Blue und auch sich zu beschützen.

Das größte Problem in dieser Geschichte ist, dass Homosexualität scheinbar noch nicht zu unserem Alltag gehört. Denn warum sonst sollte es ein so großes Geheimnis sein, dass Simon und Blue schreiben und offensichtlich auch flirten? Sie haben Angst, dass sie schief angeschaut werden. Dass sie sich für etwas rechtfertigen müssen. Und so traut sich vor allem Blue nicht, Simon zu treffen. Und die „Beziehung“ besteht erstmal nur auf dem Papier bzw. in den E-Mails.

Albertalli hat es geschafft, die Konflikte der Beiden unglaublich gut und greifbar darzustellen. Der Leser merkt, dass sich Blue und Simon winden und dass sich vor allem Simon sehr gerne mit Blue treffen möchte. Aber er akzeptiert, dass dieser noch zu große Angst vor dieser „Offenbarung“ hat. Was könnten ihre Mitschüler denken? Oder ihre Familie? Sie müssen sich mit Problemen auseinandersetzen, die heutzutage eigentlich keine Probleme sein sollten. Und doch existieren sie und schaffen es, dass diese beiden Jugendlichen umeinander tänzeln, sich aber nicht trauen, dem anderen zu sagen, wer sie sind. Aus Angst, was danach passiert. Aus Angst, was dazu gesagt wird. Aus Angst vor Mobbing und blöden Sprüchen.

Dieses Buch ist weit mehr als die Geschichte an sich. Dieses Buch zeigt, welche Schranken noch immer in den Köpfen der Menschen herrschen und dass sich vor allem Jugendliche, die homosexuell sind, mit Fragen auseinander setzen müssen, die heterosexuellen Gleichaltrigen gar nicht kennen. Zumindest nicht in dieser Form. Es geht um die Art, wie man sich outet, wie man es seinen Freunden und der Familie erzählt. Und wie man der Person gegenüber tritt, die all das ins Rollen gebracht hat.

Fazit:
Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem ans Herz legen. Die Autorin schafft es auf unglaublich gute Art, den inneren Konflikt von Simon nach außen zu tragen und den Leser zu animieren, über all die Probleme, die es unserer Gesellschaft noch immer gibt, nachzudenken.

 

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