[Rezension] Clean – Juno Dawson

[unbezahlte Werbung]

Hallo meine Lieben,

heute gibt es wieder eine Rezension für euch. Diesmal geht es um Clean aus dem Carlsen Verlag. Kennt ihr das Buch schon? Wenn ja, dann schreibt mir doch gerne mal eure Meinung dazu in die Kommentare :)

Titel: Clean
Autorin: Juno Dawson
Übersetzung: Christel Kröning
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 400 Seiten

IMG_20180629_091412.jpg

Klappentext:
Lexi ist reich, cool, ein It-Girl – und heroinsüchtig. Nach einer Überdosis landet sie in der Clarity-Klinik. Ihr Entzug ist hart, die Therapie schier unerträglich, vor allem die Treffen mit den „Mitinsassen“: Aufputschmittel-Junkie Saif, Trans-Mädchen Kendall, Guy mit der Zwangsneurose, Bulimikerin Ruby, Ex-Kinderstar Brady. Doch ausgerechnet diese fünf werden zu echten Freunden. Und Brady vielleicht mehr. Lexi öffnet sich vorsichtig, beginnt ihr zerstörerisches Leben zu hinterfragen. Aber ist ein anderer Weg überhaupt möglich? [Quelle: Carlsen]

Meine Meinung:
Mich hat das Cover des Buches direkt angesprochen. Denn entgegen der Vermutung habe ich beim Bild-Schießen nicht gewackelt: Das Cover ist ein bisschen verwackelt. Und zeigt dadurch, dass nicht alles perfekt ist.

Dieses Buch ist einfach unglaublich ehrlich und scheut nicht davor zurück, einen Entzug als das zu zeigen, was es wirklich ist: ein Kampf gegen sich selbst und gegen die Geister, die aufgrund dessen in jedem der Protagonisten stecken.

Als Lexi von ihrem Bruder in die Entzugsklinik eingeliefert wird, ist sie der Meinung, nichts Falsches zu tun. Sie sieht nicht ein, etwas an ihrem Leben ändern zu müssen. Denn ihr Leben und ihre Freunde sind toll. Warum sollte sie anders leben wollen? Sie freundet sich mit den anderen Patienten an und zeigt ihnen immer wieder deutlich, welche Probleme sie haben. Doch ihr eigenes Problem will sie erstmal nicht ernst nehmen. Auch bei der Einzeltherapie mit Dr. Goldstein baut sie eine Mauer auf und versucht ihre Situation so positiv wie möglich darzustellen. Sie versteht nicht, warum andere ihre Lebensart als problematisch ansehen. Denn sie kann sehr gut so weiterleben wie bisher. Durch die Drogen verdrängt sie allerdings einen sehr wichtigen Moment in ihrem Leben. Und durch die Therapie und den Austausch mit den anderen Patienten, die mit der Zeit Freunde für sie werden, muss sie sich ab einem gewissen Punkt genau diesem Moment stellen. Und für sich entscheiden, welchen Weg sie dann einschlagen wird.

Das Buch fesselt von der ersten Seite. Das liegt natürlich an der Geschichte an sich, aber vor allem am Schreibstil von Dawson. Sie schreibt sehr direkt und ohne Verschnörkelung der Situation. Wir erleben live mit, wie dreckig es Lexi durch den Entzug geht und welche Erscheinungen sie währenddessen hat. Wir tauchen in ihre Gedanken ein und sehen, dass sie das Problem als solches verdrängt und nicht einsieht, warum ihr Bruder sie eingewiesen hat. Wir können den anfänglichen Hass auf ihn und auch auf die Klinikmitarbeiter von Anfang an spüren. Aber wir merken auch, wie sie nach und nach auftaut und sich mit ihrer Situation und ihrem Dasein auseinandersetzt.

Trotzdem sind diese Fragen immer wieder präsent: Wird es Lexi auch außerhalb der Klinik schaffen, gegen die Drogen anzukommen und ein normales Leben zu führen? Ist sie dafür stark genug? Diese Fragen werden im Laufe des Buches beantwortet und man fiebert automatisch mit Lexi mit. Denn auch, wenn sie an vielen Stellen sehr hochnäsig wirkt und sich für etwas Besseres hält, ist sie eine Protagonistin, in die man sich hinein versetzen und die man ins Herz schließen kann. Denn auch sie hat ganz alltägliche Probleme, die man in diesem Lebensabschnitt hat: Liebt mich mein Partner, so wie ich bin? Liebt mich meine Familie? Bin ich gut genug?

Was, wenn Daddy mich zu Mummy auf die Caymans schickt? Unerträgliche Vorstellung. Sie würden ihm erzählen, dass ich heroinabhängig bin. Meine Knochen klimpern herum wie ein Windspiel. Mich schüttelts. Vielleicht bin ich heroinabhängig. Wann ist das passiert?

Fazit:
Dieses Buch zeigt die ungeschönte Wahrheit eines Entzugs und macht dadurch klar, welche Dämonen die Oberhand übernehmen und wie sehr sie die eigene Wahrnehmung beeinflussen. Es ist ein unglaublich ehrliches und gutes Buch. Ich kann es nur empfehlen!

Advertisements

3 Gedanken zu “[Rezension] Clean – Juno Dawson

  1. Pingback: Meine Highlights des ersten Halbjahres – Nana – Der Bücherblog

  2. Hexen und Prinzessinnen

    Das habe ich auch schon gelesen und fand es auch sehr gut. Habe es auch schon rezensiert.
    Ich mag solche Bücher.

Hinweis: Mit dem Abschicken des Kommentars erklären Sie Sich mit der in der Datenschutzerklärung erwähnten Datenspeicherung einverstanden. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s