[Rezension] White Bodies – Jane Robins

[Rezensionsexemplar]

Hallo meine Lieben,

heute wartet wieder eine Rezension auf euch. Diesmal geht es um White Bodies, welches ich von NetGalley als eBook zur Verfügung gestellt bekommen habe. Danke dafür.

Kennt ihr das Buch?

Titel: White Bodies
Autorin: Jane Robins
Übersetzung: Wolfgang Thon
Verlag: Aufbau
Seitenzahl: 352 Seiten

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Klappentext:
Manchmal kann man zu sehr lieben.
Callie liebt Tilda, ihre Zwillingsschwester, der als glamouröse Schauspielerin die Welt zu Füßen liegt. Als ihre Schwester an Felix gerät, einen vermögenden, aber offenbar brutalen Mann, glaubt Callie, sie retten zu müssen. Im Internet gerät sie an eine Gruppe von Frauen, die sich darüber austauscht, wie man sich gegen gewalttätige Ehemänner wehren kann. Und dann stirbt Felix tatsächlich – und Callie hat einen furchtbaren Verdacht. [Quelle: Aufbau Verlag]

Meine Meinung:
Leider hat mich das Buch nicht so gefesselt, wie ich es mir erhofft habe. Die Geschichte klingt auf jeden Fall interessant und verspricht eine gewisse Spannung. Diese Spannung konnte ich beim Lesen allerdings nicht spüren. Für mich war es an einigen Stellen sogar etwas langweilig, da sich Callies Gedanken immer wieder im Kreis drehen.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Callie erzählt, die meiner Meinung nach von ihrer Zwillingsschwester besessen ist. Sie sind schon von klein auf wie Tag und Nacht. Tilda ist sehr extrovertiert, hat langes blondes Haar und unglaublich viele Freundinnen. Callie dagegen wird als pummeliges Kind beschrieben, mit dunklen Haaren, ohne Freunde und immer im Schatten der Schwester stehend. Callie möchte mehr wie ihre Schwester sein. Und glaubt, indem sie Dinge von Tilda isst, wird sie ihr näher sein. Ja genau, ihr lest richtig: sie isst ihre Haare, beißt auch mal von Tildas Lippenstift ab oder isst Seiten aus ihrem Tagebuch.

Die Besessenheit steigert sich im Laufe des Buches immer weiter. Als Tilda mit Felix zusammenkommt, scheint Callie von Anfang an klar zu sein, dass dieser schlecht für Tilda ist und sucht immer wieder nach Beweisen für ihre Theorie, dass Felix Tilda misshandelt. Und diese Beweise sind in meiner Sicht etwas übertrieben und an den Haaren herbei gezogen. Letztlich lernt sie in einem Chatroom zwei andere Frauen kennen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und sie hecken einen Plan aus, wie sie die Männer aus dem Weg schaffen können. Sie treffen sich sogar im realen Leben, um alles zu besprechen. Als Felix dann wirklich stirbt, ist Callie fassungslos. Dieses Ende hat sie nicht erwartet und muss jetzt überlegen, wie sie sich weiterhin verhält.

Für mich ist diese Geschichte leider kein Erfolg. Ich finde Callies Verhalten alles andere als nachvollziehbar und konnte in keinster Weise mit ihr sympathisieren. Sie übertreibt maßlos in ihren Handlungen und ich konnte nicht nachvollziehen, warum sie so handelt, wie sie es tut. Klar, Tilda ist ihre Zwillingsschwester und sie verbindet unglaublich viel. Aber ihre Handlungen und Gedanken sind trotzdem fernab meiner Vorstellungskraft. Sie hat z.B. ein Dossier, wo sie alles über ihre Schwester reinschreibt. Und das seit ihrer Kinder- bzw. Jugendzeit. In diesem Dossier steht wirklich alles drin: angefangen beim Essen, dass Tilda an dem Tag zu sich genommen hat bis zu ihrem Aussehen. Callie schreibt sehr regelmäßig und ausführlich in dieses Dossier und vergisst, dass sie selbst ein eigenes Leben hat, welches sie pflegen sollte. Die Besessenheit von Tilda hat überhand genommen und alles dreht sich nur noch um sie.

Der Schreibstil an sich hat mir gefallen. Robins hat die Situationen unglaublich gut beschrieben und ich konnte mir die Settings richtig gut vorstellen. Aber leider geht es ja nicht nur um den Schreibstil, sondern eben auch um die Geschichte an sich. Und diese war für einen Thriller leider auch zu langweilig. Ich habe beim Lesen zu keinen Moment Spannung empfunden. Mich hat die Protagonistin eher gelangweilt und war von ihr genervt. Unter einem Thriller verstehe ich einfach etwas anderes.

Dann fange ich an, über Tilda zu schreiben. Ich beschreibe alles, was sie tagsüber getan hat, wie sie aussah und was sie sagte. All die Kleinigkeiten.

Fazit:
Diese Geschichte konnte mich leider gar nicht überzeugen. Robins beschreibt die Situationen zwar sehr gut, aber ich konnte der Story an sich nichts abgewinnen. Für mich kam gar keine Spannung auf, obwohl es sich um einen Thriller handelt. Leider keine Empfehlung.

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