[Rezension] Wicker King – Kayla Ancrum

[Rezensionsexemplar]

Hallo meine Lieben,

heute gibt es wieder eine Rezension für euch. Diesmal geht es um Wicker King aus dem dtv Verlag. Ich habe das Buch netterweise von dtv zur Verfügung gestellt bekommen.

Titel: Wicker King
Autorin: Kayla Ancrum
Übersetzung: Uwe-Michael Gutzschhahn
Verlag: dtv
Seitenzahl: 320 Seiten

Wicker King

Klappentext:
Ein Brand in einer alten Lagerhalle. Am Tatort zwei Siebzehnjährige, einer davon (der vermutliche Brandstifter) mit Verbrennungen, die beide in die Psychiatrie eingeliefert werden. Einige Monate zuvor: In der Schule hängen August und Jack mit völlig verschiedenen Typen rum, privat verbindet die beiden aber seit Langem eine intensive Freundschaft. Doch Jack, Vorzeigeschüler, Spitzensportler, Mädchenschwarm, entwickelt immer stärkere Halluzinationen und driftet mehr und mehr in eine Fantasiewelt ab. In dieser ist er der König, der »Wicker King«, und August ist sein Ritter. Um Jack nah zu bleiben und zu verhindern, dass dieser sich endgültig in seiner Scheinwelt verliert, lässt sich August auf das Spiel ein: Er begibt sich gemeinsam mit Jack in dessen Fantasiewelt hinein und steuert sie beide damit genau auf die Katastrophe zu, die er verhindern wollte. [Quelle: dtv]

Meine Meinung:
Dieses Buch ist einfach unglaublich. Schon allein die Gestaltung ist etwas ganz besonderes. Denn das Buch hat von außen betrachtet einen Farbverlauf von hell zu dunkel, welches den Seelenzustand von Jack aufzeigt. Diese Darstellung finde ich wirklich genial. Außerdem beinhaltet das Buch viele Zeichnungen, Fotos und andere Einblicke in das Leben der beiden Jungs, die uns einen unglaublich gutes Bild der beiden geben. Ich mag es, wenn eine Geschichte durch solche Elemente ergänzt wird.

Die Kapitel des Buches sind sehr kurz. Manchmal nur eine halbe Seite lang. Doch genau das macht den Stil des Buches aus. Es ist schnelllebig und hüpft von Situation zu Situation. Doch trotzdem ist es für den Leser eine zusammenhängende Geschichte, in deren Mittelpunkt die Freundschaft zwischen August und Jack steht. Die meisten Kapitel sind auch aus der Sicht von August erzählt.

Die beiden Jungen sind in der Schule in unterschiedlichen Cliquen und haben auf den ersten Blick keine Gemeinsamkeiten. Doch sie sind schon von klein auf miteinander befreundet und im Buch können wir erleben, welche unglaubliche Freundschaft entstanden ist. Sie stützen sich gegenseitig, wenn mal wieder das Familienleben des anderen schief läuft oder auch, wenn es Probleme in der Schule gibt.

Doch im Verlauf des Buches können wir beobachten, wie Jack immer weiter abrutscht. In eine Welt, die für August und auch andere Leute nicht sichtbar ist. Aber bedeutet es, dass diese Welt dadurch weniger real ist? Diese Frage stellen sich die beiden immer wieder im Buch. August  macht sich allerdings Sorgen um seinen Freund. Er findet es immer wieder beängstigend, wenn Jack ihm erzählt, was er gerade sieht. Er will ihn unterstützen und hilft ihm vor allem auch bei alltäglichen Situationen. So kocht er z.B. für ihn, da Jack sonst nichts essen würde. Es sind diese kleinen Momente, die dem Leser zeigen, wie wichtig die beiden füreinander sind und dass sie sich um den anderen sorgen. Gerade diese Situationen mochte ich ganz besonders.

„Das Ganze ist aufs Visuelle beschränkt. Zum Beispiel sehe ich Dinge und berühre sie, doch ich kann nichts riechen, hören oder schmecken. Manchmal versuchen Leute, mit mir zu reden, aber ich höre sie nicht. Sie wirken immer sauer deswegen und wollen mich unbedingt dazu bringen, sie zu verstehen.“

Der Leser kann im Verlauf des Buches außerdem beobachten, wie sehr August Jack helfen möchte. Aber wie verzweifelt er auch ist, da er die Fantasiewelt, in der Jack mit der Zeit immer mehr lebt, nicht sehen kann. Jack erzählt August immer wieder, was er sieht und welche Aufgaben er in dieser Welt hat. Und das beängstigt August zunehmend. Denn je weiter das Buch fortschreitet, desto gefährlicher wird die Situation für Jack. Und auch für August, der indirekt in die Geschichten dieser Fantasiewelt eingezogen wird.

Diese Geschichte beinhaltet so viele wichtige Themen. Das ist wirklich unglaublich. Es geht um Freundschaft, Liebe, Familie, um Angst, Verzweiflung, Unterstützung. Aber auch um eine Fantasiewelt, die zwischendurch sehr beängstigend wirkt. Und es geht um zwei Jungen, die sich selbst und ihren Platz in der Welt erst finden müssen.

Fazit:
Dieses Buch ist wirklich gut gemacht. Nicht nur die Geschichte an sich ist spannend erzählt, sondern auch das Design des Buches ist etwas besonderes. Die tiefe Freundschaft zwischen August und Jack zeigt uns, wie sehr man sich im jeweils anderen verlieren kann und wie wichtig es ist, einen Halt in dieser Welt zu haben. Eine große Leseempfehlung!

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2 Gedanken zu “[Rezension] Wicker King – Kayla Ancrum

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