[Rezension] Believe Me. Spiel Dein Spiel. Ich spiel es besser – JP Delaney

[Rezensionsexemplar]

Hallo meine Lieben,

heute gibt es wieder eine Rezension für euch. Diesmal geht es um das Hörbuch Believe Me aus dem Hörverlag, welches ich freundlicherweise vom Bloggerportal zur Verfügung gestellt bekommen habe!

Titel: Believe Me – Spiel Dein Spiel. Ich spiel es besser
Autor: JP Delaney
Gelesen von Yvonne Greitzke
Laufzeit: 7h 42 Min
Verlag: Der Hörverlag

Believe Me

Klappentext:
Die aufstrebende Schauspielerin Claire Wright hält sich in New York mit einem ungewöhnlichen Job über Wasser: Für einen Scheidungsanwalt verführt sie verheiratete Männer und sorgt so dafür, dass sich die Scheidung für die Ehefrauen lohnt. Doch dann wird sie auf Patrick Fogler angesetzt, der sie fasziniert, ihren Reizen aber widersteht. Als kurz nach ihrer Begegnung Foglers Frau ermordet wird, scheint es, als ob nur Claire Licht in die Geschehnisse dieser Nacht bringen kann – wenn sie es schafft, ihm näher zu kommen. Doch bald ist nicht mehr klar, wer der Lockvogel und wer die Beute ist. Ein tödliches Spiel beginnt. [Quelle: Randomhouse]

Meine Meinung:
Es handelt sich hierbei um einen sehr gut gestalteten Thriller, bei dem für mich bis zum Ende nicht klar war, wer der Täter/die Täterin ist. Die Umsetzung der Geschichte ist wirklich gut gemacht: im Zentrum steht Claire, die in New York eine Schauspielschule besucht und einen etwas fragwürdigen Job angenommen hat, um sich das Leben in der Stadt leisten zu können. Sie arbeitet für einen Scheidungsanwalt und soll im Auftrag der Ehefrauen ihre Männer verführen. So kann schnell herausgefunden werden, ob der Ehemann wirklich treu ist oder ob sich eine Scheidung für die Ehefrauen lohnt. Claire geht in dieser Rolle auf und nutzt die Gelegenheit, um ihr Schauspieltalent auszubauen. Für sie ist es also der perfekte Job, bei dem sich ihre Leidenschaft mit der Geldnot positiv verbindet. Doch dann soll sie Patrick Fogler um den Finger wickeln. Dieser geht auf ihre Avancen aber nicht ein. Für Claire ist es das Zeichen, dass er ein treuer Partner ist. Doch dann wird seine Ehefrau am nächsten Tag ermordet aufgefunden und alles spricht dafür, dass es Patrick war. Nur Claire scheint der Überzeugung zu sein, dass er ein guter und treuer Mensch ist und versucht der Polizei zu helfen, seine Unschuld zu beweisen. Allerdings wird im Laufe des Buches klar, dass die Aufklärung dieses Falles nicht einfach ist und dass selbst Claire zwischendurch nicht mehr weiß, wo oben und unten ist.

Was mich an diesem Buch besonders fasziniert hat, war die Gestaltung der Geschichte an sich. Denn immer wieder zwischen normalen Buchsequenzen wurden einzelne Situationen im Stil eines Drehbuchs dargestellt. Diese Art hat einfach unglaublich gut zu der Situation von Claire gepasst, die ja weiterhin an die Schauspielschule geht und ihr Talent weiter ausbauen möchte. Dieser Schreibstil hat einfach 100 prozentig zu der Geschichte gepasst und hat den Lesefluss positiv beeinflusst. Denn durch diese Art der Erzählung hat man das Gefühl, noch intensiver in die Geschichte einzutauchen.

Claire ist als Charakter bis zum Ende nicht durchschaubar. Auch das spricht für den Schreibstil von Delaney. Als Hörer bzw. Leser kann man nicht zwischen dem unterscheiden, was sie wirklich denkt und dem, was sie in ihrer Rolle ernst meint. Diese zwei Charaktere scheinen ineinander übergegangen zu sein. Und genau das macht diese Geschichte so unglaublich gut. Man kann nicht abschätzen, ob Claire nur spielt oder ob sie Patrick wirklich schon nach kurzer Zeit so unglaublich anziehend findet, dass sie alles tun würde, um seine Unschuld am Mord zu beweisen.

Besonders interessant ist auch das Grundgrüst des Thrillers. Denn die gesamte Geschichte zieht Parallelen zu der Gedichtsammlung Les fleurs du mal (Die Blumen des Bösen) von Charles Baudelaire, einem französischen Dichter aus dem 19. Jahrhundert. Patrick Fogler hat den Gedichtband übersetzt und scheint ein großer Bewunderer Baudelaires zu sein. Das macht ihn umso verdächtiger, da der Mord an seiner Frau Parallelen zu einem Gedicht aus dieser Sammlung aufweist.

Fazit:
Es handelt sich hierbei um einen sehr gut konstruierten Thriller, der den Leser bis zur letzten Minute im Ungewissen hält. Die Erzählstruktur zieht Parallelen zu der Geschichte an sich und macht sie dadurch für den Leser/Hörer noch spannender, aber auch verwirrender. Für mich eine wirklich gute Umsetzung!

 

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