[Rezension] Nebenan funkeln die Sterne – Lilly Adams

Ich habe Nebenan funkeln die Sterne schon vor einer Weile gelesen, komme aber durch meine vorherige kleine Blogflaute erst jetzt dazu, eine Rezension zu schreiben.

Vielen Dank an NetGalley für die Bereitstellung des eBooks.

Titel: Nebenan funkeln die Sterne
Autorin: Lilly Adams
Verlag: LYX / Bastei Lübbe
Seitenzahl: 426 Seiten

Nebenan funkeln die Sterne

Klappentext:
Emma Martins führt ein aufregendes Leben – glaubt man ihrem erfolgreichen Instagram-Account. Tausende von Followern sehen sich täglich ihre Bilder an und lassen sich von ihnen motivieren. Doch die Wahrheit ist eine andere: Emma wohnt allein in einem winzigen Apartment in London. Der Kontakt mit anderen Menschen macht ihr Angst, vor die Tür geht sie nur selten. Einzig auf ihrer Dachterrasse, nachts, wenn die Stadt still ist und die Sterne leuchten, hat sie das Gefühl, richtig durchatmen zu können. Aber dann zieht der gut aussehende Nathan in die Wohnung nebenan – und bringt ihr Leben online und offline von einem Tag auf den anderen völlig durcheinander. [Quelle: Bastei Lübbe]

Meine Meinung:
Ich hatte ein bisschen Mühe, in das Buch einzusteigen. Obwohl ich rückblickend gar nicht sagen kann, woran das genau liegt. Aber auf den ersten Seiten habe ich mich etwas schwer getan. Dafür hat es mir dann ziemlich gut gefallen.

Im Fokus der Geschichte steht Emma, die nach außen hin ein perfektes Leben mitten in London führt. Zumindest glauben das ihre Instagram-Follower. Denn dort teilt sie täglich wunderschöne Bilder aus ihrem Alltag. Doch uns als Leser wird schnell klar, dass sie hier nur eine Scheinwelt aufbaut. Emma leidet an Angstzuständen, geht nur sehr selten nach draußen und spricht so wenig wie möglich mit Menschen. Sie lebt zurückgezogen in einem Apartment in London, welches sie von ihrer Tante geerbt hat und bestreitet ihren Lebensunterhalt durch die Gestaltung von Webseiten. Hier spricht sie nur über Skype mit ihren Auftraggebern in Deutschland und kann sonst ihren Arbeitsalltag so bestreiten, wie sie selbst möchte.

Wenn man selbst nie in der Situation war, kann man kaum nachvollziehen, was Emma genau Angst macht und warum sie sich in einer aufregend Stadt wie London nur in ihren eigenen vier Wänden wohlfühlt. Doch durch den wirklich sehr guten Schreibstil von Adams konnte ich viele Situationen sehr gut mitfühlen und habe jedesmal mit Emma gefiebert, wenn sie ihre Wohnung doch mal verlassen musste.

Ich finde es allerdings sehr schade, dass sie ihre Familie außen vor lässt und ihnen nicht ihr wahres Gefühlschaos offenbart. Das liegt aber wahrscheinlich vor allem daran, dass ihre Familie in Deutschland wohnt und sie dadurch nur sehr selten Kontakt über Skype haben. Das macht für Emma wahrscheinlich vieles einfacher.

Der einzige Ort, wo sie sich wirklich normal und frei fühlt, ist ihr Strandkorb auf der Dachterrasse, den sie jeden Abend aufsucht und von wo sie auf die Stadt blickt. Doch eines Abends sitzt dort plötzlich ein Mann. Auf ihrem Strandkorb. Sie ist erschrocken und weiß nicht, wie sie reagieren soll. Nach einigem hin und her (und wenigen Worten ihrerseits) findet sie raus, dass ihre Nachbarin, die auch einen Zugang zu der Terrasse hat, ausgezogen ist und ein neuer Nachbar eingezogen ist. Nathan, so heißt er, scheint ein positiver und aktiver Mensch zu sein. Er erzählt Emma einiges, doch sie reagiert kaum auf ihn und flüchtet dann wieder in ihre Wohnung. So fühlt sie sich jetzt auch auf ihrer Dachterrasse nicht mehr sicher und man merkt ihr das Unwohlsein greifbar an, dass selbst dieser Rückzugsort keiner mehr ist.

Im Laufe der Geschichte freundet sie sich allerdings langsam mit Nathan an und man merkt, dass sie in vielen Situationen im Vergleich zu vorher auftaut. Und sich vor allem auch mehr traut. Sie scheint einen Sinn gefunden zu haben, um sich mehr zu öffnen und dadurch in gewisser Weise gegen ihre Angstzustände anzukämpfen. Das ist wirklich schön zu beobachten. Ich denke, dass ihr in London vor allem eine Person gefehlt hat, auf die sie sich verlassen und einlassen kann. Und Nathan ist möglicherweise genau die richtige Person, um sie aus ihren vier Wänden zu locken.

Spannend ist auch die Entwicklung auf ihrem Instagram-Account. Hier spielt sie weiterhin die heile Welt vor und gewinnt immer mehr Follower durch ihre positive Art und ihre Motivation. Und so freundet sie sich vor allem mit einer Followerin intensiver an. Zumindest online. Doch diese Freundschaft entwickelt sich auf eine ganz andere Ebene, als sie sich plötzlich im realen Leben gegenüber stehen und Emma nun entscheiden muss, wie sie sich verhält und ob sie offenbart, wie sie wirklich lebt.

Fazit:
Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Vor allem die Interaktionen mit ihren Followern auf Instagram und wie sich diese entwickeln, finde ich sehr spannend. An manchen Ecken konnte ich Emmas Verhalten nicht wirklich nachvollziehen. Aber das hat der Geschichte an sich keinen Abbruch getan. Und auch die Geschichte mit Nathan ist sehr schön zu beobachten.

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2 Gedanken zu “[Rezension] Nebenan funkeln die Sterne – Lilly Adams

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