[Rezension] One Perfect Lie. Der Schein trügt – Lisa Scottoline

[Rezensionsexemplar]

Vor einer kleinen Weile habe ich dieses Buch in kürzester Zeit gelesen und heute gibt es deshalb für euch die Rezension dazu.

Vielen Dank an NetGalley für die Bereitstellung des eBooks.

Titel: One Perfect Lie – Der Schein trügt
Autorin: Lisa Scottoline
Übersetzung: Claudia Hahn
Verlag: Edition M
Seitenzahl: 412 Seiten

One perfect lie

Klappentext:
Es scheint ein guter Tag zu sein für den kleinen Ort Central Valley, als der charmante Chris Brennan auftaucht und die freie Lehrerstelle annimmt. Er ist der perfekte Mann für den Job. Sein Lebenslauf ist makellos, er ist engagiert und gewinnt problemlos das Vertrauen seiner Schüler und ihrer Mütter. Was keiner ahnt: Alles an Chris Brennan ist eine Lüge, seine Unterlagen sind gefälscht und nicht einmal sein Name stimmt. Niemand weiß, dass er sich gut mit Waffen auskennt und wie viele manipulative Tricks hinter seinem charmanten Äußeren stecken. Was sucht er wirklich in dem verschlafenen Nest Central Valley? Und warum interessiert er sich so für die beiden talentierten Baseballspieler Raz und Jordan, die nur allzu empfänglich sind für eine neue Vaterfigur in ihrem Leben? [Quelle: lovelybooks]

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich vor allem im ersten Teil ziemlich mitgenommen. Wir befinden uns in einem kleinen Ort in Amerika, wo Chris Brennan die neue Stelle als Lehrer an der hiesigen Schule annimmt. Er wird von Anfang an von allen Schülern, Lehrern und Eltern gemocht und sie alle scheinen sehr froh zu sein, so einen engagierten Lehrer in ihrer Mitte aufnehmen zu können. Doch der Leser erfährt sehr schnell, dass alles nur Schein ist, Chris ist nicht der, für den er sich ausgibt. Und relativ schnell wird der Leser mit Informationen konfrontiert, die sehr deutlich machen, was seine wirkliche Aufgabe an dieser Schule sein soll.

Die anderen Lehrer mochten ihn, obwohl alles, was sie über ihn wussten, eine Lüge war. Sie kannten nicht einmal seinen echten Namen, der Curt Abbott lautete. In einer Woche, wenn alles vorbei war, würden sie sich fragen, wie er sie so hatte täuschen können. Alle würden schockiert und angewidert sein. Einige würden die ganze Angelegenheit vergessen wollen, andere auf Rache aus sein.

Wir Leser haben einen großeren Einblick in das, was Chris durchführt. Aber das macht es nicht gerade einfacher. Denn schnell wird klar, in welche Richtung diese „Mission“ scheinbar gehen sollte. Und das macht Angst. Wir erfahren wie leicht sich seine Schüler von ihm beeinflussen lassen und welche große Bedeutung er schon in den Leben der Schüler einnimmt, für einige sogar eine Art Vaterfigur wird. Und das nach sehr kurzer Zeit.

Er war tatsächlich an Identität und der menschlichen Psyche interessiert. In letzter Zeit hatte er sich gefragt, wer er selbst war, wenn er gerade niemanden imitierte.

Neben den Schülern sind auch die Eltern von Chris begeistert, weil er sich unglaublich viel für die Schüler und die Schule einzusetzen scheint. Er gibt vielen von ihnen wieder einen Sinn und zeigt, dass es viele Dinge gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt. Und besonders Heather, die Mutter eines Schülers von ihm, hat es Chris angetan. Der Fokus des Thrillers liegt zwar vor allem auf den Entwicklungen an der Schule und auf Chris und sein Doppelleben. Aber ein kleiner Teil der Geschichte widmet sich einer möglichen anbahnenden Liebesgeschichte zwischen Heather und Chris. Doch der Leser erfährt immer wieder, dass Chris sich auf sowas nicht einlassen kann.

Er versuchte, Heather aus dem Kopf zu bekommen und sich auf das zu konzentrieren, das vor ihm lag, aber es war nicht leicht. Er hatte es schon mit genügend Frauen zu tun gehabt, aber sie war anders. Er wollte nicht genauer ergründen, auf welche Weise sie anders war, denn jegliche Beziehung mit ihr konnte nur auf eine Weise enden. Also musste die Sache jetzt enden, bevor sie begonnen hatte.

Den wahren Chris/Curt lernen wir erst im zweiten Teil der Geschichte kennen und es ist spannend zu sehen, welche Entwicklung der Charakter genommen hat und vor allem auch, wer der wirkliche Curt eigentlich ist. Scottoline hat es geschafft, ein unglaublich vielschichtiges Konstrukt zu erschaffen und den Leser zwischendurch mit vielen (positiven) Fragezeichen zurückzulassen. Diese Art von Thriller habe ich so noch nicht gelesen.

Fazit:
Ein unglaublich spannender und vielfältiger Thriller, mit dessen Auflösung ich nicht gerechnet habe. Scottoline hat eine Geschichte erschaffen, die mich von der ersten bis zur letzten Zeile gefesselt hat, da ich unbedingt wissen wollte, was es mit den einzelnen Situationen auf sich hat. Eine große Empfehlung!

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