[Rezension] Someone New – Laura Kneidl

Heute gibt es für euch meine Rezension zu Someone New aus dem LYX Verlag. Das Buch ist in den letzten Wochen ja in aller Munde und ich kann schon mal sagen: Zu Recht ;-) Mehr dazu weiter unten!

Titel: Someone New
Autorin: Laura Kneidl
Verlag: LYX Verlag
Seitenzahl: 534 Seiten

Klappentext:
Ich mache mir ständig Gedanken darum, was andere Menschen von mir denken. Wen sie in mir sehen. Aber nicht bei dir. Bei dir kann ich ganz ich selbst sein. Als Micah auf ihren neuen Nachbarn trifft, kann sie es nicht glauben: Es ist ausgerechnet Julian, der wenige Wochen zuvor ihretwegen seinen Job verloren hat. Micah fühlt sich schrecklich, vor allem, weil Julian kühl und abweisend zu ihr ist und ihr nicht mal die Gelegenheit gibt, sich zu entschuldigen. Doch gleichzeitig fasziniert Micah seine undurchdringliche Art, und sie will ihn unbedingt näher kennenlernen. Dabei findet sie heraus, dass Julian nicht nur sie, sondern alle Menschen auf Abstand hält. Denn er hat ein Geheimnis, das die Art, wie sie ihn sieht, für immer verändern könnte. [Quelle: Bastei Lübbe]

Meine Meinung:
Ich muss gestehen, dass ich vorher noch kein Buch von Laura Kneidl gelesen habe. Aber das wird ganz bestimmt nicht so bleiben. Denn durch ihren tollen Schreibstil werde ich bald auch zu ihren anderen Büchern greifen. Sie hat es geschafft, mich mit nur wenigen Worten in diese Geschichte rund um Micah und ihr Leben zu ziehen und mich erst wieder losgelassen, als ich die letzte Seite gelesen habe. Das ging mir schon lange nicht mehr so.

Aber von Anfang an: Der Hype rund um das Buch hat ja schon Ende 2018 begonnen und ich konnte mein Glück nicht fassen, als ich bei lesejury.de zu den glücklichen Auserwählten gehört habe, die es in der Schnell-Leserunde lesen durften. Hierbei gab es neben dem Buch auch noch ein unglaublich schönes Bild aller Charaktere dazu.

Micah war mir vom ersten Augenblick an sympathisch. Das könnte unter anderem auch daran liegen, dass es relativ am Anfang an Anspielung zu „Supernatural“ gab und naja, da war es um mich eigentlich schon geschehen. Micah ist in einer reichen Familie aufgewachsen und musste sich in ihrer Kindheit keine Gedanken über Geld etc. machen. Sie hatte es einfach. Und sie war überzeugt, dass ihre heile Welt so bleiben wird. Doch als ihr Bruder seiner Familie gestand, dass er homosexuell ist, dreht sich das Blatt. Er wird von seinen Eltern verstoßen und fortan nicht mehr erwähnt. Und auch Micah hört nichts mehr von ihm. Man merkt relativ schnell, wie sehr sie an ihrem Bruder hängt und wie sehr sein Verschwinden ihre eigene Welt durcheinander bringt. Doch trotzdem hält sie an ihren Eltern fest und hofft, dass sie ihre Meinung nochmal ändern, wenn ein wenig Zeit vergangen ist.

Als sie mit ihrem Jura-Studium beginnt, welches sie nur ihren Eltern zuliebe belegt, zieht sie in ihre erste eigene Wohnung und versucht dadurch, ihr eigenes Leben zu leben und sich in gewisser Weise von ihren Eltern abzukapseln. Mal abgesehen davon, dass die Wohnung von ihren Eltern gekauft wurde. In den ersten Wochen ihres Umzugs wird sehr schnell klar, dass sie eigentlich keine Ahnung davon hat, wie man lebt, kocht, wäscht oder Zimmer einrichtet. Was ich allerdings toll daran finde: sie ist sich nicht zu fein, genau das zuzugeben und um Hilfe zu bitten. Sie weiß, dass sie in einer Art goldenen Käfig aufgewachsen ist, aber jetzt beginnt ein neues Kapitel in ihrem Leben.

Das liegt unter anderem auch an Julian, ihrem neuen Nachbarn. Sie ist ihm vorher schon mal auf einer Feier ihrer Eltern begegnet, als er dort gekellnert hat und wegen Micah rausgeschmissen worden ist. Relativ schnell entwickelt sich eine schöne Freundschaft zwischen den Beiden. Doch wir Leser merken, dass sich hierbei nach und nach mehr als nur eine Freundschaft entwickelt. Das Gute: Kneidl hat den Fokus erstmal nur auf die Freundschaft gelegt und dann nur nach und nach Gefühle eingebaut. Ich finde es toll, dass die Beiden nicht direkt gedanklich übereinander herfallen, wie es bei einigen anderen New Adult Büchern der Fall ist. Hier entwickelt sich sehr langsam etwas ganz Besonderes.

Da ich euch ungern mit der Auflösung des Buches spoilern möchte, sei nur so viel gesagt: die Geschichte entwickelt sich in eine andere Richtung als anfänglich gedacht. Aber die Botschaft und das Thema sind so unglaublich wichtig und ich habe großen Respekt vor Kneidl, dass sie es so schön in die Geschichte eingebaut hat. Denn wir erfahren auf den letzten Seiten, welches Geheimnis Julian schon so lang mit sich trägt und viele Situationen machen durch diese Auflösung erst einen richtigen Sinn.

Das Buch ist mit so viel Liebe zum Detail gespickt und ich habe es genossen, die Geschichte von Micah und Julian zu begleiten. Aber auch die Nebencharaktere sind gut ausgewählt. Besonders Julians Mitbewohner Cassie und Auri habe ich direkt ins Herz geschlossen. Daher freue ich mich, dass der zweite Band der Reihe (Someone Else) ihre Geschichte thematisieren wird.

Fazit:
Wie schon beschrieben, handelt es sich hierbei um ein sehr wichtiges Buch mit einer starken Message. Und ich bin so froh, dass ich es lesen durfte. Ich kann es wirklich nur jedem ans Herz legen. Laura Kneidl hat es geschafft, eine einfühlsame und herzliche Geschichte zu schaffen, die trotz vieler Probleme und vor allem viel Unverständnis  einfach nur unglaublich ist.

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