[Rezension] Die KonMari-Methode – Marie Kondo

Heute erwartet euch eine etwas andere Rezension bzw. eine etwas andere Darstellungsform auf meinem Blog. Es handelt sich um den Manga Die KonMari-Methode aus dem Rowohlt-Verlag.

Titel: Die KonMari-Methode. Wie du Liebe, Job und Alltag in Ordnung bringst.
Autorin: Marie Kondo
Überstzung: Viola Krauß
Illustration: Yuko Uramoto
Verlag: Rowohlt
Seitenzahl: 192 Seiten

Die KonMari-Methode

Klappentext:
Marie Kondo hat ihren weltweit erfolgreichen Aufräum-Ratgeber «Magic Cleaning» in einen Comic verwandelt: Chiaki, eine junge Frau aus Tokio, hat mit einer vollgestopften, unaufgeräumten Wohnung, einem chaotischen Liebesleben und insgesamt einer großen Orientierungslosigkeit im Leben zu kämpfen. Sie sucht sich Hilfe bei Aufräumexpertin Marie Kondo, die ihr mit einfachen Ratschlägen und alltagstauglichen Lektionen Schritt für Schritt zeigt, wie sie ihr Zuhause – und ihr Leben – wieder in Ordnung bringen kann. [Quelle: Rowohlt]

Meine Meinung:
Ich muss gestehen, dass ich von Marie Kondo noch nichts gehört habe, bis bei Netflix eine Serie rund um sie und ihre „Aufräum-Methode“ erschienen ist. Ich habe sie zwar noch nicht gesehen, aber bisher einiges davon gehört. Die Meinung dazu gehen allerdings auseinander. Als ich bei einem Termin bei Rowohlt auf der Frankfurter Buchmesse gehört habe, dass ein Manga dazu erscheinen soll, war ich direkt angefixt. Und habe mir vorgenommen, erst den Manga zu lesen, bevor ich die Serie schaue.

Mit Mangas habe ich mich vor diesem Buch noch nicht wirklich beschäftigt. Daher musste ich erst darauf hingewiesen werden, dass dieser Manga eigentlich kein richtiger Manga ist, da er sozusagen in der falschen Richtung gelesen wird. Eigentlich liest man Mangas von hinten nach vorne. Wieder etwas gelernt.

Trotzdem hat mir die kleine Geschichte (es sind nur 192 Seiten) gut gefallen. Es handelt sich hierbei um die Geschichte von Chiaki, die in einer sehr unordentlichen Wohnung wohnt und keine Lust hat, aufzuräumen oder gar auszumisten. Diese Unlust spiegelt sich auch in ihren anderen Lebenslagen wie dem Job oder ihrem Liebesleben wider. Als sie sich letztlich dazu entschließt, die Aufräu-Expertin Marie Kondo zu engagieren, weiß sie noch nicht, worauf sie sich einlässt. Sie scheint auf den ersten Blick eher unkonventionelle Wege einzugehen, um Ordnung in Chiakis Leben zu bringen. Chiaki geht davon aus, dass Marie direkt anfängt und ihre Wohnung aufräumt oder Dinge wegschmeißt. Doch das ist nicht der Sinn dieser Methode. Zunächst setzen sich Chiaki und Marie bei einem Kaffee zusammen und Chiaki soll sich Gedanken darüber machen, warum sich die ganzen Gegenstände in ihrer sehr kleinen Wohnung angesammelt haben. Sie scheint sehr viele Interessen zu haben, bei denen sie allerdings in den meisten Fällen nach sehr kurzer Zeit wieder die Muse verliert und dadurch sehr viele Dinge ungenutzt in ihrer Wohnung stehen. Das Interesse an so unterschiedlichen Hobbies hängt in den meisten Fällen von ihren Beziehungen und den Interessen ihres Partners ab: fährt er gerne Snowboard, kauft sie sich relativ schnell auch eine umfangreiche Ausrüstung, um Zeit mit ihm zu verbringen. Problematisch wird es aber deshalb, weil Chiaki sich schnell verliebt, ihre Gegenüber aber oftmals nur eine Freundin in ihr sehen. So flaut das Interesse wieder schnell ab. Dieser Teil macht deutlich, dass bei Chiaki das Liebesleben eng mit ihrem Hang zum Konsum verbunden ist. Sie will sich anpassen und gibt sich den Hobbies ihres „Partners“ direkt zu 100% hin. Und genau da will Marie ansetzen und durch ihre Methoden helfen, dass sich Chiaki wieder in ihrer Wohnung und vor allem auch in ihrem Leben wohlfühlt. Denn beide Themen sind nur schwer voneinander zu unterschieden.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist die kleine Zusammenfassung nach jedem Kapitel. So gibt es z.B. das Kapitel „Nach Kategorien aufräumen“. Es beginnt mit dem Teil des Mangas, wo genau beschrieben wird, wie Chiaki es schafft, ihre Wohnung „richtig“ aufzuräumen. Und am Ende des Kapitels folgt ein kleiner Absatz, der nochmal die Kernaussagen dieses Kapitels zusammenfügt. Klar stehen die Zeichnungen auch für sich. Aber so kann man z.B. auch im Nachgang nochmal die wichtigsten Aussagen im Schnelldurchlauf lesen. Es handelt sich schließlich trotzdem noch um eine Art „Ratgeber“.

Vergleiche zu anderen Mangas oder Comics kann ich leider nicht machen, da ich bisher noch keine Mangas oder Comics gelesen habe (mal abgesehen von Comics aus meiner Kindheit). Die Darstellung der Thematik in dieser Form hat mir trotzdem gut gefallen. Es ist schnell zu lesen und gibt meiner Meinung nach die wichtigsten Punkte ihrer Methode wider. Wer sich allerdings umfangreiche und detaillierte Vorgehensmodelle wünscht, sollte dann doch zu ihrem Buch „Magic Cleaning“ greifen.


Ich danke dem Rowohl-Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

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