[Rezension] Ein Happy End ist erst der Anfang – Becky Albertalli

Ich habe mich unglaublich gefreut, als klar wurde, dass Albertalli sozusagen eine Fortsetzung von Love, Simon bzw. Nur drei Worte geschrieben hat. Ein Happy End ist erst der Anfang ist auch wieder bei Carlsen erschienen.

Titel: Ein Happy End ist erst der Anfang
Autorin: Becky Albertalli
Übersetzung: Ingo Herzke
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 352 Seiten

Ein Happy End ist erst der Anfang

Klappentext:
Wenn Leah Schlagzeug spielt, kommt sie nicht so leicht aus dem Takt. Wäre das im echten Leben doch auch so! Aber manchmal fühlt Leah sich, als ob sie von außen auf ihr Leben schaut. Was wird wohl nach der Schulzeit kommen? Wird sie ihre Freunde überhaupt noch sehen? Dieser Gedanke jagt ihr Angst ein – vor allem, weil sie für eine ganz bestimmte Person weitaus mehr empfindet, als sie sich eingestehen will. [Quelle: Carlsen]

Meine Meinung:
Ich finde es toll, dass wir uns wieder in derselben Clique wie auch schon bei „Love, Simon“ befinden. Der Leser kennt die Charaktere und die Geschichten, die sich hinter jeder Person verbergen. Der Fokus dieses Bandes liegt auf Leah, die sich gerade gemeinsam mit ihren Freunden im letzten Jahr der Highschool befindet. Dieses Thema ist unglaublich präsent in der Geschichte und macht deutlich, welchen Ängsten und Herausforderungen sich junge Erwachsene stellen müssen. Auch Leah hat diese Ängste und fragt sich immer wieder, was sich in ihrem Leben ändern wird, wenn der letzte Schultag vorbei ist. Ihre Freunde sind ihr sehr wichtig und sie fürchtet sich davor, dass sich nach der Schulzeit jeder in seine eigene Richtung entwickelt und die Freundschaften dadurch nicht mehr dieselben sind. Sie versucht, so viel Zeit wie möglich mit ihren Freunden zu verbringen und springt an einigen Stellen über ihren eigenen Schatten, um bei ihnen zu sein.

Leah ist ein toughes Mädchen und ihr gehen ihre Freundschaften über alles. Trotzdem hat sie bisher nur ihrer Mutter verraten, dass sie bisexuell ist. Ihre Freunde wissen nicht Bescheid. Doch besonders in diesem letzten Schuljahr werden ihre Gefühle in gewisser Weise auf die Probe gestellt. Denn sie weiß selbst nicht, was oder wen sie will. Garret, ein Schulfreund, scheint sich in sie verliebt zu haben und eigentlich ist er auch ziemlich süß. Doch trotzdem scheinen ihre Gefühle nicht in die gleiche Richtung zu gehen. Denn da ist noch Abby, aus der sie einfach nicht schlau wird. Sie ist mit Nick zusammen, einem von Leahs besten Freunden und das macht die Situation für Leah nicht einfacher. Denn sie spürt immer wieder leichte Funken zwischen ihnen und kann ihre Gefühle einfach nicht deuten. Ein ziemliches Gefühlschaos und Leah kann mit niemandem darüber reden.

Ich habe Leah schon in Love, Simon sehr ins Herz geschlossen. Sie scheint eine wirklich gute Freundin zu sein, der Freundschaften über alles gehen. Sie hat sich unglaublich gefreut, als Simon und Bram zusammengekommen sind und jetzt, ungefähr ein Jahr später, sind sie immer noch so glücklich miteinander. Sowas wünscht sich Leah auch. Trotz ihrer toughen Art ist sie eigentlich ziemlich unsicher bei dem, was sie fühlt. Sie kann zwar klar Stellung beziehen, wenn es nicht direkt um sie geht und anderen die Stirn bieten. Aber ihre eigenen Gefühle verwirren sie weiterhin. Das Ende der Highschool-Zeit ist ziemlich einschneidend. Ihre Freunde bewerben sich an den Unis, bekommen nach und nach Zusagen und sie hofft einfach, dass sich nichts ändert. Aber die Zeit wird nicht still stehen und so muss sie auch für sich selbst entscheiden, wie es weitergeht und wie sie ihr Leben gestaltet.

Ich finde den Schreibstil von Albertalli mal wieder sehr gelungen. Auch in diesem Buch bin ich direkt versunken und habe mich wohlgefühlt. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und vor allem die Sympathien für Leah sind weiter gestiegen. Ich finde es super, dass Albertalli auch in diesem Buch wieder das Thema Homo- bzw. Bisexualität aufgreift und hoffentlich weiterhin sensibilisiert, wie damit umgegangen werden sollte.

Fazit:
Ich kann euch dieses Buch nur ans Herz legen, weil Leah eine richtig tolle und sympathische Protagonistin ist, die sich nicht verbiegen lässt, sondern so leben will, wie sie es für richtig hält. Ich liebe ihre Power und bin froh, dass Albertalli Leah für diese Geschichte ausgewählt hat.


Ich danke dem Carlsen-Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

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