[Rezension] Die letzte Witwe – Karin Slaughter

Wenn ich Lust auf einen richtig guten Thriller habe, greife ich in den meisten Fällen zu den Büchern von Karin Slaughter, weil sie es einfach schafft, mich jedes Mal aufs Neue von ihrem Schreibstil und ihre Geschichte zu begeistern. Und das war auch bei dem vorliegenden Buch wieder der Fall!

Titel: Die letzte Witwe
Autorin: Karin Slaughter
Übersetzung: Fred Kinzel
Verlag: HarperCollins
Seitenzahl: 560 Seiten

Die letzte Witwe

Klappentext:
Zwei gewaltige Explosionen reißen Gerichtsmedizinerin Sara Linton und ihren Partner, Special Agent Will Trent, aus der sommerlichen Idylle. Sie sind geübt darin, in Notsituationen zu helfen. Doch als sie an diesem Tag den Sirenen folgen, führt ihr Instinkt sie mitten hinein in das dunkle Herz einer mächtigen Neonazi-Gruppierung. Zu spät erkennt Sara, dass sie direkt in eine Falle läuft.
Will kann nur noch hilflos zusehen, wie Sara zur Gefangenen wird. Jetzt muss er alles riskieren und verdeckt ermitteln. Denn die Spuren des FBIs lassen keine Zweifel: Der Anführer des Netzwerks geht für seine Zwecke über ein Meer aus Leichen. Kann Will Sara finden, bevor es zu spät ist? [Quelle: NetGalley]

Meine Meinung:
Wie eingangs schon beschrieben, sind meine Erwartungen an die Thriller von Slaughter über die Jahre hinweg immens gestiegen. Sie schafft es, den Leser von der ersten Seite an abzuholen und in einen Fall zu katapultieren, der auf den ersten Blick fast ausweglos erscheint.

Es handelt sich auch in diesem Fall wieder um eine Story mit Sara Linton, Gerichtsmedizinerin, und Will Trent, Special Agent. Ich begleite ihre Entwicklung jetzt schon seit einigen Büchern und es ist immer wieder schön, „bekannte“ Gesichter zu sehen. Ausgangspunkt dieses Falls ist der Besuch von Sara und Will bei ihrer Familie. In der Nähe ereignet sich eine schwere Explosion und die beiden machen sich direkt auf den Weg, um verletzten Personen zu helfen. Dabei werden sie allerdings selbst Opfer, denn sie geraten an die Verantwortlichen der Bombenexplosion. Als ihnen das klar wird, ist es allerdings schon zu spät: Will ist verwundet und Sara wird von ihnen entführt. Warum, das weiß zu dem Zeitpunkt noch niemand. Will ist außer sich und überzeugt seine Chefin, trotz seiner Verletzungen Teil der Ermittlungsgruppe zu werden.

Es stellt sich heraus, dass die Gruppe, die Sara und eine weitere Frau entführt hat, etwas Großes im Sinn hat: Es scheint eine Neo-Nazi-Gruppe zu sein, die alles daran setzen wollen, das Land „zu säubern“. Wie sie dabei genau vorgehen wollen, wird erst im Verlauf des Buches deutlich.

Es ist unglaublich spannend, die Geschichte aus den Perspektiven von Sara und Will zu erleben. Sara ist mitten im Geschehen, erfährt mit der Zeit viele Interna, hat aber keine Möglichkeit, etwas dagegen zu tun. Und Will ist etwas außen vor und versucht gemeinsam mit seinem Team, den Sinn hinter der Entführung und das weitere Vorgehen zu ergründen.

Slaughter hat es geschafft, ein sehr aktuelles Thema in ihrem Werk zu integrieren und es zum Mittelpunkt ihrer Geschichte zu machen. Es geht um Fanatiker, die alles daran setzen wollen, um ihr Gedankengut durchzusetzen. Und das um jeden Preis. Das Buch zeigt eine beängstigende, aber auch sehr realistische Geschichte, die mir beim Lesen immer wieder eine Gänsehaut beschert hat. Der Schreibstil hat mich (wie auch in den Büchern dafür) unglaublich beeindruckt, da Slaughter mit einer Direkheit und wenig Schnörkelei eine Geschichte erschafft, die den Leser fesselt und im Anschluss beängstigend zurück lässt.

Fazit:
Ich bin wieder mal sehr begeistert von dem, was Slaughter hier erschaffen hat. Die Geschichte ist so dynamisch und spricht aktuelle Themen wie Terror, Korruption oder auch rechtes Gedankengut an und fesselt bis zum letzten Satz.

3 Gedanken zu “[Rezension] Die letzte Witwe – Karin Slaughter

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