[Rezension] Perfectly Broken – Sarah Stankewitz

Ich habe von Sarah Stankewitz bisher noch nichts gelesen, aber dieses Buch hat mich direkt angesprochen. Ich habe es als eBook während meines Italienurlaubs gelesen und hatte es nach nur wenigen Tagen durch.

Titel: Perfectly Broken
Autorin: Sarah Stankewitz
Verlag: Forever by Ullstein
Seitenzahl: 350 Seiten

Perfectly Broken

Klappentext:
Sie hat mit ihrer großen Liebe auch sich selbst verloren. Doch dann hört sie seine Stimme, seine Musik. Sie hat ihn noch nie gesehen, trotzdem berührt er sie tief in ihrem Herzen. Kann sie sich erlauben, ein zweites Mal zu lieben?

Als Brooklyn Manchester verlässt, will sie nur eines: mit ihrer schmerzhaften Vergangenheit abschließen und den Tod ihrer großen Liebe verarbeiten. Die neue Wohnung in Bedford ist ihre letzte Rettung. Sie sieht sogar darüber hinweg, dass ihr Apartment durch eine Tür mit dem Schlafzimmer ihres Nachbarn Chase verbunden ist. Immer wieder dringen Geräusche und Gesprächsfetzen durch die verschlossene Tür, und Brooklyn erfährt viel über Chase. Sie fühlt sich von dem Fremden, dem sie noch kein einziges Mal begegnet ist, auf unerklärliche Weise angezogen. Als Chase dann beginnt, ihr Nachrichten zu schreiben und ihr auf dem Klavier ihr Lieblingsstück vorzuspielen, gerät Brooklyn in einen Strudel aus widersprüchlichen Gefühlen: In ihr kämpft die Anziehung zu einem Fremden mit ihrem eigenen Widerstand. Denn sie hatte ihr Herz für immer einem anderen versprochen. [Quelle: NetGalley]

Meine Meinung:
Der Einstieg in dieses Buch war unglaublich emotional. Wir erleben mit, wie der Protagonistin Brooklyn ihre große Liebe entrissen wird und durch diesen Start wird direkt deutlich, dass dieses Buch noch einige traurige und herzzerreißende Situationen bereithalten wird. Nach dem ersten Kapitel gibt es einen zeitlichen Sprung und im nächsten Kapitel verlässt der Leser gemeinsam mit Brooklyn ihre Heimatstadt, um in Bedford ein neues Leben zu beginnen. Sie war noch nie dort, wollte Manchester aber einfach hinter sich lassen, um nicht jeden Tag aufs Neue an die schlimmste Zeit ihres Lebens erinnert zu werden.

In Bedford findet sie relativ schnell eine Wohnung, die allerdings einen Haken hat: Im Schlafzimmer befindet sich eine Tür zur Nachbarwohnung, deren Schlüssel aber nicht mehr existiert. Das wird der Grund sein, warum diese Wohnung so lang unbewohnt geblieben ist. Aber Brooklyn möchte einfach nur ein Dach über dem Kopf und so nimmt sie die Wohnung und fängt an, sie sich wohnlich einzurichten. Mit der Zeit hört sie immer wieder ihren Nachbarn und erfährt sehr viel über sein Leben. Aber über den Weg ist sie ihm noch nicht gelaufen. Irgendwann fangen sie an, miteinander zu sprechen. Anfangs über die etwas komische Situation, dass dort jemand anderes auf der Seite der Tür ist, den man nicht kennt, der aber einige Eindrücke des eigenen Lebens mitbekommt. Nach und nach gehen die Gespräche tiefer und Chase, der Nachbar, merkt, dass Brooklyn ein gebrochener Mensch ist, der einfach nur lebt, um zu leben. Aber dieses Leben nicht genießt.  Das möchte Chase gerne ändern. Obwohl sie sich noch immer nicht gesehen haben, offenbaren sie einander immer mehr Details aus ihrem Leben und man merkt, dass Brooklyn sich immer mehr öffnet und auch Gefühle für Chase entwickelt. Sie macht sich im Verlauf des Buches immer wieder Vorwürfe, weil sie sich nicht eingesehen will, dass sie das Recht hat, weiterzuleben und zu lieben, auch wenn Thomas gestorben ist.

Die Geschichte klingt im ersten Moment eher nach einer 0815-Liebesgeschichte, die man einfach mal nebenher liest und schnell vergisst. Aber Pustekuchen: Diese Geschichte hat Tiefgang und hält vor allem auch unerwartete Wendungen für den Leser bereit. Denn nicht nur Brooklyn ist vom Leben gezeichnet, sondern auch Chase ist etwas passiert, was sein Leben zeichnet und beeinflusst. Das wird erst im zweiten Teil des Buches deutlich. Er trägt unglaublich viel Schmerz in sich, hat diesen aber unterdrückt, um ganz für Brooklyn da zu sein.

Was mir besonders gefällt, ist der Schreibstil von Stankewitz. Sie hat mich vom ersten Wort an in ihren Bann gezogen. Sie schreibt unglaublich gefühlvoll und weckt mit ihrem Stil sehr schnell große Emotionen beim Leser. Auch der Plottwist war für mich in dem Maße nicht vorhersehbar, was eindeutig der Idee und dem Schreibstil von Stankewitz zu verdanken ist.

Fazit:
Wer auf der Suche nach einem emotionalen Buch ist, welches man gar nicht mehr aus der Hand legen möchte, der ist bei „Perfectly Broken“ an der richtigen Adresse. Stankewitz hat es geschafft, mit nur wenigen Worten eine Geschichte zu kreieren, die den Leser nicht mehr los lässt.


Ich danke dem Verlag Forever by Ullstein sowie NetGalley für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

2 Gedanken zu “[Rezension] Perfectly Broken – Sarah Stankewitz

  1. Liebe Sandra, nun habe auch ich dieses Buch durch und finde es großartig, es passte super zu meinem aktuellen Gemütszustand. Obwohl ich mich schon frage, seit wann ich auf Liebesromane stehe 🤔
    Dankeschön für diese schöne Rezension, die Lust auf mehr gemacht hat.
    LG Natalia

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