[Rezension] Marta schläft – Romy Hausmann

Titel: Marta schläft
Autorin: Marta Hausmann
Verlag: dtv Verlag
Seitenzahl: 400 Seiten

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Klappentext:
»Hab dich. Und jetzt spielen wir. Wir spielen: Gericht.«
Es ist Jahre her, dass man Nadja für ein grausames Verbrechen verurteilt hat. Nach ihrer Haftentlassung wünscht sie sich nichts sehnlicher, als ein normales Leben zu führen. Doch dann geschieht ein Mord. Und der soll ungeschehen gemacht werden. Ein abgelegenes Haus wird zum Schauplatz eines bizarren Spiels ‒ denn Nadjas Vergangenheit macht sie zum perfekten Opfer. Und zur perfekten Mörderin … Ein tief unter die Haut gehender Psychothriller über Schuld, Vergeltung und die Frage, ob ein Täter je wieder frei sein kann. [Quelle: dtv Verlag]

Meine Meinung:
Ich habe im vergangenen Jahr schon „Liebes Kind“ von Romy Hausmann als Hörbuch gehört und war sehr begeistert von ihrer Art der Erzählung. Deshalb habe ich mich gefreut, als ich auch dieses Buch lesen durfte.

Ich muss zugeben, dass ich ein bisschen gebraucht habe, bis ich in die Geschichte eingestiegen bin. Vieles war etwas verwirrend. Der Thriller wird aus der Sicht verschiedener Personen erzählt, aber auch in verschiedenen Zeitstrahlen, sodass ich nicht direkt Verbindungen oder Zusammenhänge erkennen konnte. Auch waren die Charaktere für mich zunächst nicht greifbar. Das hat sich aber im Verlauf des Buches geändert. Auch in diesem Buch mochte ich den Schreibstil von Hausmann. Sie hat die Hauptcharaktere sehr gut dargestellt, sodass man sich schnell ein Bild von ihnen machen konnte. Einige Überraschungen hatte das Buch natürlich trotzdem auf Lager. Mit der Auflösung habe ich wirklich nicht gerechnet.

Die Geschichte ist wirklich gut durchdacht und zeigt im Verlauf des Buches, dass nicht jeder so ist, wie er oder sie vorgibt zu sein. Es gibt viele Zusammenhänge, die dem Leser erst gegen Ende wirklich klar werden. Auch der Zusammenhang zum Titel des Buches wird erst später deutlich, dann aber sehr aussagekräftig und emotional wie ich finde.

Das Buch besticht nicht unbedingt durch viel Action und große Spannung, im Mittelpunkt stehen eher die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, Schuld und Vergebung. Wer einen packenden Thriller erwartet, wird hier leider nicht belohnt. Diese Einschätzung soll das Buch aber auf keinen Fall abwerten, denn gerade das macht es für mich besonders spannend und interessant. Man will als Leser wissen, wie sich alles rund um den Mord, der ungeschehen gemacht werden will (siehe Klappentext) entwickelt, wer seine Hände im Spiel hatte und wie sich das alles auf die Gegenwart und Zukunft auswirkt. Und bei all dem spielt vor allem auch Nadjas Vergangenheit und wie sie diese verarbeitet eine große Rolle.

Fazit:
Trotz kleinerer Abzüge ist es ein wirklich guter Thriller, den ich nach Anlaufschwierigkeiten nicht mehr aus der Hand legen konnte. Vor allem die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit der Protagonistin und wie diese versucht, sich trotz aller möglichen Steine, die ihr in den Weg gelegt werden, zurück ins Leben zu kämpfen, hat mich sehr gefesselt.


Ich danke dem dtv-Verlag für die Bereitstellung dieses Leseexemplars!

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