Rezension „Das Mädchen, das rückwärts ging – Kate Hamer“

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Ich muss zugeben: ich war von Anfang an gefesselt und habe das Buch innerhalb von 2 Tagen gelesen. Die Eindringlichkeit, mit der Hamer schreibt, ist sehr mitreißend. Sie weiß, wie sie die Leser fesselt und emotional an das Buch bindet!
Ich will nicht zu viel vom Inhalt verraten, daher nur ein paar Eck-Informationen.

das mädchen das rückwärts

Die Verzweiflung der Mutter, Beth, ist von der ersten Seite an spürbar. Sie hat von Anfang an ein schlechtes Gefühl und dann geschieht wirklich das, was sich keine Elternteil wünscht: das Kind verschwindet. Es ist greifbar, wie sehr sich Beth Gedanken macht, wie sehr sie sich ihr kleines Mädchen zurück wünscht. Im Laufe des Buches findet sie zwar in irgendeiner Weise wieder ins Leben zurück, aber sie kann ihre Tochter natürlich nie ganz vergessen.
Carmel, die Tochter, ist sehr einfühlsam dargestellt. Sie ist ein kluges Mädchen, das trotzdem den Fehler macht, mit einer ihr fremden Person wegzugehen.

Die Liebe der beiden zueinander verschwindet aber nie ganz, ist bis zur letzten Seite spürbar.
Das Buch ist über mehrere Jahre geschrieben und man bekommt einen wirklich guten und intensiven Einblick in die Leben der Beiden.

Einziger Wehrmutstropfen war das Ende, welches sehr abrupt dargestellt wurde. Dabei hätte ich mir mehr Details gewünscht.
Trotzdem ein tolles, spannendes und fesselndes Buch, das ich jedem nur wärmsten empfehlen kann.

Ich vergebe 5-Sterne_4c

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Rezension „Das Jahr, in dem ich zwanzig wurde – Jan Ellison“

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Hallo meine Lieben,

es folgen weitere Rezensionen von mir ;)

Unbenannt

Von der Geschichte an sich bin ich schon angetan. Es geht um Annie, die nach vielen Ehejahren plötzlich einen Brief/ein Foto aus ihrer Vergangenheit erhält und dadurch ihr Familienleben, wie es bis dahin ist, ins Wanken gerät.
Gut gefallen hat mir der Wechsel zwischen einzelnen Zeiten ihres Lebens. Man bekommt große Einblicke in ihre Vergangenheit, die sich dann auch auf ihre Gegenwart auswirkt.
Trotzdem habe ich das Buch ungefähr ab der Mitte immer wieder mal weggelegt, weil mich die Erzählart doch nicht so angesprochen hat. Die Geschichte wird sehr nüchtern, sogar kühl erzählt, was an einigen Stellen einfach unpassend ist.
Außerdem sind die Charaktere meiner Meinung nach nicht richtig ausgereift. Man lernt nicht wirklich jemanden richtig kennen und kann sich somit sehr schlecht in die Figuren einfühlen. Das ist wirklich schade. Die Geschichte hat Potential, müsste von der Erzählart aber besser umgesetzt werden.
Man sollte die einzelnen Personen besser kennenlernen, um sich mit ihnen zu identifizieren oder zumindest ihr Verhalten zu verstehen.

Ich vergebe 3-Sterne_4c