[Rezension] Die Mutter – Aimee Molloy

Titel: Die Mutter
Autorin: Aimee Molloy
Übersetzung: Katharina Naumann
Verlag: rowohlt Polaris
Seitenzahl: 352 Seiten

Die Mutter

Klappentext:
Du schaust nur kurz nicht hin. Und in diesen wenigen Augenblicken geschieht das Allerschlimmste …
Sie treffen sich jede Woche. Sie teilen Freuden, Sorgen und Nöte. Eine Gruppe Frauen, die nur eines verbindet: Sie sind alle frischgebackene Mütter, und das schweißt zusammen. Freundschaften entstehen. Und ein Plan – einmal eine winzige Auszeit vom Babyalltag zu nehmen, abends in einer Bar. Ein harmloser Spaß. Doch daraus wird schnell bitterer Ernst. Die alleinerziehende Winnie lässt ihren kleinen Sohn Midas für den Abend bei einer Babysitterin. Als Winnie nach Hause kommt, ist ihr Kind spurlos verschwunden, niemand hat etwas bemerkt. Es folgen Tage, in denen jede der Mütter durch die Hölle geht: Sarah will Antworten. Collette weiß zu viel. Nell hat etwas zu verbergen. Und eine Mutter hat etwas Unaussprechliches getan. [Quelle: Rowohlt.de]

Meine Meinung:
Es ist wahrscheinlich der Horror jeder Mutter: Sie geht einmal mit Freundinnen aus und als sie zu Hause ist, ist ihr Kind verschwunden. Ich stelle es mir so schrecklich vor! Aber genau das passiert Winnie. Sie ist in einer Mutter-Gruppe, deren Kinder alle im gleichen Monat geboren worden sind. Sie treffen sich normalerweise einmal in der Woche im Park gemeinsam mit den Kindern und unterhalten sich über aktuelle Themen, Problemen und alles rund ums Kind. Mit der Zeit werden sie Freunde und planen nach einiger Zeit einen Abend in einer Bar. Die meisten Mütter haben einen Partner zu Hause, sodass der freie Abend kein Problem darstellt. Winnie ist aber alleinerziehend und bestellt deshalb für diesen einen Abend einen Babysitter. Der Abend ist feuchtfröhlich, es wird ein bisschen was getrunken und getanzt. Aber dann ist Winnie plötzlich weg und kurze Zeit später stellt sich raus, dass ihr Kind verschwunden ist. Es beginnen schreckliche Tage und Wochen für alle aus der Gruppe, denn jeder macht sich Vorwürfe und Gedanken. Und im Verlauf des Buches erfahren wir, dass nicht jede der Mütter eine reine Weste hat.

Ich hatte anfangs Probleme, in die Geschichte einzusteigen. Ich kann  gar nicht genau sagen, woran es genau liegt. Aber mit der Zeit wurde es besser. Was mir wirklich gut gefallen hat war der Perspektivenwechsel in jedem neuen Kapitel. So erfahren wir auch mehr über die anderen Mütter, die im Verlauf des Buches alle im Fokus der Ermittlungen stehen.

Für mich war es ein spannender Roman, der zwischendurch allerdings seine Längen hatte. Als Psychothriller würde ich ihn aber nicht bezeichnen. Im Fokus der Geschichte stehen die Tücken und Probleme frischgebackener Mütter und wie jede Mutter auf ihre ganz eigene Art damit fertig wird. Man erfährt vor allem auch fernab des Verschwindens von Winnies Kind sehr viel über die anderen Teilnehmer dieser Mütter-Gruppe und was sie tagtäglich antreibt und beschäftigt. Auch hier werden dem Leser einige Überraschungen geliefert, die er anfangs bestimmt nicht geahnt hat.

Ich hatte allerdings trotzdem Schwierigkeiten, mit den Protagonisten warm zu werden. So richtig sympathisch war mir keine der Mütter. Das finde ich vor allem bei so einem emotionalen Thema sehr schade, weil man als Leser eigentlich mitfiebern und emotional eingebunden werde sollte. Das war in diesem Buch leider nicht der Fall.

Fazit:
Alles in allem war das Buch zwar gut geschrieben, aber ich wurde mit den Protagonisten nicht warm. Dadurch konnte ich nicht so sehr in das Buch eintauchen, wie ich es mir bei so einem Thema gewünscht habe. Die Idee ist wirklich gut, aber bei der Umsetzung ist für meinen Geschmack zu viel abhanden gekommen.


Vielen Dank an den rowohlt Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Hinweis: Mit dem Abschicken des Kommentars erklären Sie Sich mit der in der Datenschutzerklärung erwähnten Datenspeicherung einverstanden. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s