[Rezension] Als das Meer uns gehörte – Barbara J. Zitwer

rezension

Hallo meine Lieben,

heute gibt es wieder eine Rezension für euch. Diesmal zu Als das Meer uns gehörte, welches ich freundlicherweise von NetGalley als eBook zur Verfügung gestellt bekommen haben. Vielen Dank nochmal dafür ❤

Titel: Als das Meer uns gehörte
Autorin: Barbara J. Zitwer
Verlag: Aufbau Verlag
Seitenzahl: 389 Seiten
ISBN: 978-3-352-00892-4
Preis: 19,99€

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http://www.aufbau-verlag.de

Klappentext:

Nach dem Tod ihres Mannes sucht Tess Harding mit Robbie, ihrem gehörlosen Sohn, Zuflucht in Montauk, einem Dorf auf Long Island. Trotz all ihrer Bemühungen schafft sie es nicht, ihrem Kind zu helfen, den Verlust zu verkraften. Robbie gibt ihr die Schuld am Tod seines Vaters, so dass Tess fürchtet, auch ihn noch zu verlieren. Dann begegnen sie einem Meeresbiologen: Kip ist auf der Suche nach einem Wal mit einem einzigartigen Gesang. Robbie ist fasziniert von dem Tier und findet einen Weg, es im Meer aufzuspüren. Die Begegnungen mit dem Wal helfen ihm, seine Isolation zu überwinden – und Tess hat zum ersten Mal die Hoffnung auf einen Neuanfang.

Ein gehörloser Junge, eine Frau, die ihren Mann verloren hat, ein Meeresforscher – und ein Blauwal, der sie auf eine Reise über den Ozean führt. [Quelle: Aufbau Verlag]

Meine Meinung:

Dieses Buch ist wirklich ein ganz Besonderes. Es beginnt mit einer Tragödie: Adam wird erschossen. Einfach so. Ohne Grund. Er war zur falschen Zeit am falschen Ort. Und das Leben von Tess und ihrem Sohn Robbie dreht sich um 180 Grad. Robbie isoliert sich, gibt seiner Mutter und ihrer Arbeit die Schuld am Tod seines Vaters und will nur noch nach Hause. Doch Mantouk, der Ort, in dem Tess aufgewachsen ist und den sie gemeinsam mit Robbie nach dem Tod aufsucht, lässt beide mit der Zeit wieder durchatmen. Tess versucht alles, damit es ihrem Sohn besser geht, damit er irgendwie mit diesem Verlust leben kann. Sie stellt dabei ihre eigenen Gefühle und ihren Verlust hintenan. Doch schon nach kurzer Zeit findet sie etwas heraus, wodurch sie die gesamte Beziehung in Frage stellt.

Man spürt auf jeder einzelnen Seite, wie sehr Robbie leidet. Er versteht nicht, warum sein Vater sterben musste. Nicht zuletzt gibt er sogar sich selbst die Schuld daran. Wie will man einem Jungen klar machen, dass es böse Menschen gibt und dass weder er noch seine Mutter etwas für den Tod des Vaters kann? Tess steht vor einer großen Herausforderung und erhofft sich durch den Umzug nach Mantouk einen Tapetenwechsel, der vor allem Robbie gut tun soll. Aber anfangs ist es unglaublich schwer. Für beide. Tess muss nicht nur mit dem Verlust ihres Mannes auskommen, sondern auch mit einem Verrat, den sie erst nach dem Tod herausgefunden hat.

Als Robbie in einer Nacht und Nebelaktion abhauen und zurück nach New York fahren will, findet ihn der Meeresbiologe Kip. Robbie sieht in ihm die fehlende Vaterfigur und genießt die Zeit mit ihm so sehr, dass sein Plan, nach New York zu fliehen, erstmal hintenan gestellt wird. Kip kümmert sich sehr gut um ihn und behandelt ihn nicht wie ein rohes Ei. In dieser Situation wahrscheinlich das einzig Richtige. Denn die Kluft zwischen Robbie und seiner Mutter wird immer tiefer, da er ihr immer und immer wieder Vorwürfe macht und sie (bewusst oder unbewusst) durch sein Verhalten sehr verletzt. Doch bei Kip ist das anders. Wenn sie zu dritt auf dem Wasser sind, spürt Tess seinen Hass nicht mehr so stark wie auf Land. Und so genießt auch sie die gemeinsame Zeit auf See und freut sich mit den Beiden über die Fortschritte mit dem Wal Benny.

Kip war anders als alle Erwachsenen, die Robbie kannte. Jemand wie er, der ihm zuhörte und das, was er sagte, ernst nahm, war ihm noch nie begegnet.

Dieses Buch handelt vor allem von der großen Liebe einer Mutter und was sie alles auf sich nimmt, um ihren Sohn wieder glücklich zu machen. Und vor allem auch davon, was sie einstecken muss. Denn ihr Sohn ist nicht ohne. Was in dieser Situation aber auch vollkommen nachvollziehbar ist. Der Umzug nach Mantouk und vor allem auch die Gesellschaft der Menschen aus diesem kleinen Ort sollen beiden helfen, wieder auf den Boden zu kommen und von vorn zu beginnen. Auch wenn das nicht einfach ist.

Als sie sich an diesem Abend in ihrem neuen Haus schlafen legte, die zerlesene Ausgabe von „Stolz und Vorurteil“, die sie mit fünfzehn zum ersten Mal gelesen hatte, neben sich auf dem Nachttisch, überkam sie mit einem Mal eine Welle der Geborgenheit.

Vor allem die Beschreibungen des Meers und des Lebens an der Küste war für mich ganz besonders. Zitwer hat es geschafft, dass ich mich dort direkt wohlfühle und die Charaktere ins Herz schließe. Ich konnte förmlich die salzige Luft schmecken. By the way eine tolle Vorbereitung, da ich heute noch nach Sylt fahre 😉

Alles in allem hat mir das Buch wirklich gut gefallen und ich bin froh, es gelesen zu haben. Und nein, die Vermutung, dass Tess, Kip und Robbie eine glücklich Familie werden, wurde nicht erfüllt 😉

Das Buch erhält von mir 4-herzen

Eure Sandra ❤

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2 Gedanken zu “[Rezension] Als das Meer uns gehörte – Barbara J. Zitwer

  1. Tolle Rezension, hört sich nach einer emotionalen Geschichte an! Und irgendwie finde ich es gut wurde das Klischee nicht erfüllt und die drei wurden nicht eine „Familie“ auch wenn sie sich vielleicht auf eine andere Art und Weise geholfen haben.

    Gefällt 1 Person

    • Vielen Dank 😊 die Geschichte war auf jeden Fall emotional sehr beladen. Aber das hat gepasst und war wirklich schön zu lesen
      Ja genau, ich dachte nach dem Klappentext dass sie wahrscheinlich wirklich auf heile Familie machen und war dadurch positiv überrascht, als es eben nicht so war 😉

      Gefällt 1 Person

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