[Frankfurter Buchmesse] Eine Zusammenfassung

Hallo meine Lieben,

nun liegt die Frankfurter Buchmesse schon ein wenig zurück, aber ich möchte trotzdem gern nochmal die Tage vor Ort Revue passieren lassen. Ich habe direkt am nächsten Tag eine kleine Zusammenfassung geschrieben. Die findet ihr hier. Aber da ging es wirklich nur um einen kleinen ersten Eindruck, da ich nicht so viel Zeit hatte. Das soll sich jetzt aber ändern. Als kleiner Hinweis: meine Handykamera ist leider nicht mehr ganz so der Hammer. Vor allem, wenn ich Selfies machen will. Deshalb sind einige Bilder von anderen lieben Bloggerfreunden geklaut (natürlich mit Erlaubnis). Ich habe sie aber jeweils gekennzeichnet. Jetzt viel Spaß beim Lesen! Ich hoffe, ihr lasst euch nicht von der Länge des Beitrags abschrecken 😀

Mein Programm

Im Vorfeld habe ich mir grob Gedanken dazu gemacht, was ich gerne sehen und vor allem, welche Verlage ich besuchen möchte. Bei zwei Verlagen (dtv und Rowohlt) habe ich außerdem im Vorfeld Termine ausgemacht, sodass ich bei den beiden erst zu den jeweiligen Veranstaltungen gegangen bin.

Am Freitag bin ich relativ früh bei meinen Eltern losgefahren und nach ungefähr 1,5 Stunden habe ich auch schon die Messetore erreicht. Hach, das war wirklich ein tolles Gefühl. Letztes Jahr konnte ich leider krankheitsbedingt nicht zur Messe. Umso größer war die Freude dann dieses Jahr. Nicht zuletzt, weil ich endlich einige Blogger (wieder-)sehen konnte. Dazu aber später mehr. Ich hatte das Glück, von Freitag auf Samstag bei einer Freundin in Frankfurt schlafen zu können, die selbst auch auf der Messe gearbeitet hat. Vielen Dank nochmal dafür ❤ Den Freitag habe ich vor allem dafür genutzt, mir ein erstes Bild der Messe zu machen, die Freundin an ihrem Stand zu besuchen und mich mit einer anderen Freundin kurz zu treffen. Und natürlich habe ich auch am Freitag schon einige Blogger gesehen. Das war richtig schön 🙂

Freitag habe ich außerdem Sebastian Fitzek bei einem Interview für Deutschlandfunk gesehen und konnte im Anschluss ein Bild mit ihm machen. Er hatte an dem Tag außerdem Geburtstag, sodass wir ihm alle gratulieren konnten. Das Interview war wirklich sehr interessant und es gab vor allem viele Einblicke in sein Leben als Autor, wie er zu seinen Ideen kommt und auch, wie seine Kindheit verlaufen ist.
Im Anschluss bin ich dann zu einem meiner liebsten Verlage, dem Aufbau-Verlag, geschlendert und habe dort kurz mit der Christine, der Verantwortlichen für Blogger, gequatscht. Sie ist in Wirklichkeit noch viel netter als per Mail. So hat sie mir nämlich angeboten, den Verlag mal zu besuchen, wenn ich in Berlin bin. [Das habe ich dann auch diese Woche getan, da ich dort eine Freundin besucht habe. Nochmal vielen Dank für die offenen Türen Christine 🙂 ].
Der Freitag ist wie im Fluge vergangen und so bin ich nach Messeende zu der Freundin an den Stand. Wir haben uns dann noch mit Freunden von ihr getroffen, haben lecker gegessen und viel gelacht. Dafür war ich nach diesem ersten Messetag aber auch sehr kaputt und habe mich dann sehr auf das Bett gefreut.

Am Samstag ging es dann mit dem Auto wieder zur Messe. Da am Wochenende ja für jedermann geöffnet ist, war der Stau schon vorprogrammiert und so war ich dann leider ca. 30 Minuten länger unterwegs als eigentlich eingeplant. Morgens ging es dann direkt gemeinsam mit Mareike, Charline und Kaddy zum dtv-Verlag. Hier hat uns Steffi vom Verlag ganz lieb willkommen geheißen und uns die Highlights des Frühjahrsprogramms für Belletristik und Sachbuch vorgestellt. Dieses Treffen war speziell für Blogger angelegt und so konnte man sich auch während der Vorstellung immer wieder mit anderen austauschen. Steffi hat uns hier wirklich einige Highlights präsentieren können und ich freue mich nun umso mehr auf die kommenden Monate 🙂

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Im Anschluss habe ich mich dann mit Saskia und Pascale getroffen und wir sind ein wenig über die Messe geschlendert. Soweit das bei den Massen möglich war 😀 Ich versuche im kommenden Jahr wirklich nur noch an Fachbesuchertagen nach Frankfurt zu fahren. Samstags ist einfach viel zu viel los und man schiebt sich nur noch von Stand zu Stand und hat keinen Blick mehr für die einzelnen Verlage und Bücher. Das ist wirklich schade.

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© Lifewithsaskia

Samstagnachmittag hatte ich dann das zweite Treffen beim Rowohlt Verlag. Hier war Andreas Winkelmann vor Ort, um mit uns über seinen Alltag als Thrillerautor zu sprechen. Winkelmann war super lustig und hat wirklich viel aus dem Nähkästchen geplaudert. Die Orga vom Rowohlt-Verlag war wirklich toll. Sie haben auf ihrem Stand einen kleinen Bereich abgetrennt, wo sich alle Blogger hinsetzen konnte. Außerdem gab es kleine Törtchen, Kuchen, Brezeln und alles, was das Herz sonst so begehrt. Im Anschluss an das Gespräch durften wir uns außerdem Housesitter, das neuste Werk von Winkelmann, signieren lassen und mitnehmen.

Nach dem Termin bin ich dann ganz schnell zum Bloggertreffen gegangen, um noch ein paar liebe Blogger treffen zu können. Mehr hierzu gibt’s im nächsten Unterpunkt zu lesen 🙂 Nach dem Bloggertreffen ging es dann für mich wieder zurück zu meinen Eltern.

Andere Blogger und ich

Im Vorfeld war die Vorfreude bei allen Bloggern zu spüren, die sich während diesen fünf Tagen auf den Weg nach Frankfurt gemacht haben. Auch ich war total glücklich, dass es dieses Jahr endlich wieder klappen wird. Und so haben wir uns schon vorher alle mehr oder weniger miteinander vernetzt, um uns vor Ort zu treffen und endlich wieder austauschen zu können. Im Real Life sozusagen. So war es auch bei mir und ich bin relativ schnell  am Freitag dann Moana, Iri und Isa über den Weg gelaufen. Beim Blogger Future Place (#bfp17) haben wir dann außerdem viele weitere Blogger getroffen, wie z.B. Anna, Vera, Franzi, Charline, Emily, Saskia, Mareike, Felia, Kaddy und Julia (um nur einen Teil zu nennen). Ein großes Hallo ging durch die Reihen, als alle nach und nach eingetroffen sind. Es war wirklich wieder richtig schön. Einen Teil kannte ich ja schon von vorherigen Treffen. Aber viele eben nicht und umso schöner war es, sie endlich live und in Farbe zu sehen 🙂 Im Verlauf des Tages ist man sich dann immer wieder mal über den Weg gelaufen, was bei der Größe der Messe und der Besucher doch an ein kleines Wunder gegrenzt hat 😀

Am Samstag ging es mit ähnlichen zufälligen Begegnungen weiter. Einfach schön 🙂 So habe ich unter anderem Ramona beim Hot Spot Stage Publishing Services getroffen, die einen kurzen Vortrag über ihren Job als Metadaten Managerin gehalten hat. Am Nachmittag fand dann das von Emily organisierte Bloggertreffen statt. Leider hat mein Termin beim Rowohlt-Verlag genau dann angefangen, als auch das Bloggertreffen begonnen hat, sodass ich die erste Stunde leider nicht dabei sein konnte. Aber auch im Anschluss waren noch sehr viele Blogger da. Wir konnten uns austauschen (vor allem die Visitenkarten :-D), haben neue „Bekanntschaften“ gemacht und hatten einfach Spaß. Vielen Dank auf jeden Fall nochmal für die Orga ❤ Die Idee war einfach grandios und es war schön, viele einfach mal richtig kennen zulernen. Die Blogger-Community ist einfach die Beste #bloggerfriends

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Nazis auf der Buchmesse

Leider wurde die Messefreude vor allem im Nachgang durch ein Thema sehr getrübt: Denn neben all der schönen Stände und Verlage wurden auch im diesen Jahr eindeutig rechte Verlage auf der Frankfurter Buchmesse zugelassen. Als Vorwand wurde hier auf die Meinungsfreiheit, die in Deutschland herrscht, hingewiesen. Dass sich diese Verlage und die Menschen dahinter allerdings gegen eine Meinungsfreiheit aussprechen, scheint für die Messeverantwortlichen kein Widerspruch zu sein.

Im Verlauf der Messetage kam es immer wieder zu Gegenprotesten, während einiger Veranstaltungen wurde z.B. auch darauf hingewiesen, dass wir als Besucher gegen diese rechten Verlage und die Entscheidung der Messe aufstehen sollten. Mehr habe ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht mitbekommen. Und auch am Samstag habe ich vieles erst im Nachgang durch meine Twitter-Timeline erfahren. Denn wie einige auch schon vor mir gesagt haben: wenn man auf einer so großen Messe mit so vielen Hallen, Ständen und Menschen ist, dann bekommt man oftmals noch nicht mal mit, was in den Reihen nebenan passiert. Es ist laut, man unterhält sich und ist einfach abgelenkt. Man hat nicht auf dem Schirm, dass auf einer Messe etwas schlimmeres passieren könnte. Zumindest geht es mir so. Da ich es wie gesagt selbst nicht mitbekommen habe, kann ich hier nur andere Blogger und Medien zitieren. So hat Mareike es gut auf den Punkt gebracht, als sie in ihrem Posting zur FBM schreibt:

Während der Buchpräsentation Mit Linken leben gab es bereits Gegenproteste, als Björn Höcke die Bühne betrat, wurden diese lauter. Schließlich wurden einige dieser Gegendemonstranten von Götz Kubitschek tätlich angegriffen. (Anm: Ich fasse zusammen, was ich aus Berichten auf Twitter ersehen konnte). Von verletzen Demonstranten wurden Personalien von der Polizei aufgenommen und Platzverweise an sie verteilt, die rechten Täter konnten ungehindert gehen. Danach wurde die rechte Lesung von einer Polizeikette abgesperrt, die allerdings nicht die Veranstaltung des Antaios Verlages im Auge behielt, von der aus wohl massive Provokationen ausgingen, „Alle hassen die Antifa“ skandiert und der Hitler Gruß gezeigt wurde, sondern die Gegendemonstranten.

Diese Ereignisse machen Angst und zeigen, wie politisch es auch in unserer Bücherwelt vonstatten geht. Ich bin normalerweise niemand, der sich auf seinem Blog politisch positioniert. Es soll hier um Bücher und in gewisser Weise um mein Privatleben gehen. Politik habe ich bisher weitgehend ausgeklammert. Aber nach diesen Ereignissen kann ich nicht mit ruhigem Gewissen gar nichts sagen. Denn dieses Verhalten greift mich auch persönlich an. Nazis sind so aktuell wie schon seit einigen Jahrzehnten nicht mehr. Sie leben unter uns, werden (wie oben im Zitat beschrieben) bis zu einem gewissen Grad sogar von der Polizei geschützt und dürfen ungehindert weiter agieren. Mal ganz ehrlich: haben wir aus unserer Vergangenheit denn gar nichts gelernt??? Sind wir wieder in den 1930er Jahren angekommen, wo Hautfarbe, Herkunft, Sexualität oder auch Religion Kriterien sind, um andere anzugreifen, auszuschließen oder vorzuführen? Es macht mich traurig, dass es in unserem Land wieder so weit gekommen ist. Das Ergebnis bei der Bundestagswahl zeigt eindeutig, dass ein krasser Ruck durch Deutschland geht und ich bin entsetzt darüber.

Im Nachgang an die Ereignisse am Samstag hat die Frankfurter Buchmesse relativ schnell eine Pressemitteilung veröffentlicht, die aber leider nicht die gewünschten Inhalte zeigte. Denn laut dieser Pressemitteilung wurde die Schuld beiden Seiten zugesprochen und ich kann mich nur Anna in ihrem Posting anschließen: das ist das falsche Signal. Denn durch solche Äußerungen werden wieder die falschen Menschen in Schutz genommen. Ich hoffe, dass die Verantwortlichen der Messe aus ihren Fehlern lernen und in Zukunft keine rechten Verlage mehr auf der Messe zulassen. Und vor allem, dass sie sich zu diesem wichtigen Thema politisch klar positionieren und die Stände mit anderen Verlagen besetzen.

Weitere Impressionen

Um diesen Beitrag nicht so negativ abzuschließen, folgen hier jetzt noch ein paar Bilder von und mit ganz lieben Bloggern.

Blogger lustig
© Nadine
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© Vera
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© Saskia
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© Charline
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© Isa
Nadine
© Nadine

Eure Sandra ❤

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9 Gedanken zu “[Frankfurter Buchmesse] Eine Zusammenfassung

  1. Pingback: [Neuzugänge] Teil 1 – Nana – Der Bücherblog

  2. Ein sehr schöner Bericht!! Ach, Sebastian Fitzek ist einfach nur toll!! Ich möchte nächstes Jahr auch wieder hin und werde dann aber auch nur Donnerstag und Freitag da sein. Am Wochenende ist es definitiv zu voll.
    lg
    Katja

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