Meine buchigen Highlights und Flops 2018

Hallo meine Lieben,

in diesem Beitrag möchte ich euch meine buchigen Highlights und Flops aus 2018 vorstellen. Vorab aber noch die Info: ich habe am Mittwoch einen Beitrag zur BuchSaiten Blogparade hochgeladen, wo ich mein letztes Jahr ein bisschen Revue passieren lasse. Schaut unbedingt mal vorbei!
In diesem Jahr habe ich laut Goodreads insgesamt 61 Bücher gelesen. Das hat mich wirklich sehr gefreut. 2017 waren es „nur“ 50 Bücher.

2018

In diesem Jahr habe ich offensichtlich wirklich fast nur sehr gute Bücher gelesen. Entweder bin ich weniger kritisch geworden oder es waren wirklich tolle Bücher in diesem Jahr. Mein durchschnittliches Rating lag laut Goodreads nämlich bei 4,4. Ziemlich gut.

Rating

Es ist wirklich ein großer Vorteil von Goodreads, dass dort alle Daten gesammelt werden und auch sowas wie das durchschnittliche Rating festgehalten wird. Man macht sich über das Jahr hin ja eher weniger Gedanken darüber. Und so freue ich mich am Ende des Jahres, wenn ich dort meine gesammelten Infos zu den Büchern einsehen kann.

Heute möchte ich euch deshalb meine Highlights und meine Flops aus diesem Jahr vorstellen. Wenn ihr zu den Titel meine Rezension lesen möchtet, dann klickt einfach auf die jeweilige Überschrift!

Highlights

Die Nachtigall – Kristin Hannah
Von Kristin Hannah habe ich neben Die Nachtigall noch Liebe und Verderben in diesem Jahr gelesen und sie ist sozusagen mein persönliches Highlight in diesem Jahr. Ich liebe ihre Art zu schreiben und wie sie es mit nur wenigen Worten schafft, mich in die Geschichte zu ziehen. Vor allem Die Nachtigall hat mich ziemlich beeindruckt. Es ist eine Geschichte zweiter Schwestern, die während der NS-Zeit in Frankreich leben und auf ganz verschiedene Arten versuchen, das NS-Regime zu untergraben. Wirklich ein unglaubliches Buch.

Der letzte von uns – Adélaide de Clermont-Tonnerre
Wern, der Hauptcharakter dieses Buches, verliebt sich Hals über Kopf in Rebecca und würde fast alles tun, um sie für sich zu gewinnen. Als ihm das gelingt, scheint er der glücklichste Mann auf Erden zu sein. Doch dann verschwindet Rebecca plötzlich und Wern muss sich mit seiner Vergangenheit bzw. der Vergangenheit seiner Vorfahren auseinandersetzen, um zu verstehen, was mit Rebecca los ist. Es ist ein unglaublich emotionales und aufwühlendes Buch!

Clean – Juno Dawson
Mittelpunkt dieses Buches ist der Entzug von Lexi, einem verwöhnten Mädchen, die nach einer Überdosis in eine Entzugsklinik eingeliefert wird. In diesem Buch wird kein Blatt vor den Mund genommen und der Leser bekommt ein ehrliches und ungeschöntes Bild des Entzugs. Mit allen Tiefen. Es zeigt den Kampf jedes Einzelnen gegen sich selbst und was eine Abhängigkeit für die einzelnen Patienten bedeutet. Erschreckend, aber auf seine Art wirklich sehr spannend!

Du wolltest es doch – Louise O’Neill
In diesem Buch geht es um die Vergewaltigung an Emma und welchen Einfluss die Umgebung und die Sicht auf das Mädchen für den Verlauf dieser schrecklichen Tat hat. Denn Emma ist kein sympathisches Mädchen. Während des Lesens musste ich mehrfach an mich halten, weil sie einfach keinen guten Charakter hat. ABER: Eine Vergewaltigung ist eine Vergewaltigung. Und ein Nein ist ein Nein. Egal, ob man das Opfer mag oder nicht. Und genau das ist das Problem an dieser Geschichte: Emma wird von der Stadt und vom Großteil ihrer Freunde und Familie selbst für die Vergewaltigung verantwortlich gemacht. Denn sie hat ein kurzes Kleid getragen. Hat schon mit vielen Männern geschlafen. Und ist eine Zicke. Ihr merkt hoffentlich selbst, wie furchtbar diese Einstellung ist. Und genau diese Kommentare verändern Emma und sie wird vom extrovertierten Mädchen zu einem Mädchen, dass sich nicht mehr traut, das Haus zu verlassen. Die sich nicht mehr mit Freunden trifft. Und am liebsten gar nicht mehr da wäre. Und das alles nur, weil die Täter in Schutz genommen werden. Victim Blaming wird in diesem Buch leider groß geschrieben und wir als Leser können nur zusehen, wie sich Emmas Leben von Seite zu Seite immer weiter verändert und welchen Einfluss diese Schuldzuweisungen auf sie haben.

Redwood Love. Es beginnt mit einem Blick – Kelly Moran
Der Auftakt dieser Reihe hat mich direkt eingefangen. Kelly Moran hat hier eine Kleinstadt geschaffen, welche ich gerne selbst einmal besuchen möchte. Die Reihe ist voller Emotionen und vor allem der erste Teil hat mich direkt überzeugt. Wir lernen ein kleines Städtchen kennen, in dem jeder jeden kennt. Im Mittelpunkt stehen die drei O’Grady-Brüder, die eine Tierklinik haben. Im ersten Teil begleiten wir Cade, der sich relativ schnell in seine neue Mitarbeiterin Avery verliebt. Wir erleben mit, wie fast das ganze Dorf beim Kuppeln hilft, was für den Leser ziemlich lustig anzusehen war. Aber vor allem Averys Tochter Haley, die autistisch ist, habe ich direkt ins Herz geschlossen. Dieses Buch ist wirklich richtig schön geschrieben und entführt den Leser in eine ziemlich heile Welt. Und wer braucht das nicht mal zwischendurch?

Wicker King – Kayla Ancrum
Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes. Denn nicht nur die Geschichte an sich ist unglaublich. Auch die Gestaltung des Buches ist mal etwas anderes. Im Fokus des Buches steht Jack, der nach und nach in eine andere Welt abdriftet und nicht mehr kontrollieren kann, was Wirklichkeit und Fantasie ist. Anhand des Farbverlaufs der einzelnen Seiten des Buches können wir sozusagen seinen Zustand mitverfolgen. Und auch die einzelnen Seiten sind mit vielen kleinen Details gespickt, was das Lesen noch viel interessanter gemacht hat. Durch sehr kurze Kapitel (teilweise nur eine halbe Seite lang) hat das Buch ein hohes Tempo. Dieser Stil unterstreicht vor allem auch den Fortschritt der Geschichte. Ein wirklich interessantes, aber auch verwirrendes Buch, welches mich sehr gefesselt hat!

Flops

Nachtwild – Gin Phillips
Nachtwild hat mich leider ziemlich enttäuscht. Ich habe hier ein spannendes und vor allem schnelllebiges Buch erwartet. Doch durch sehr langatmige Passagen, in denen kaum etwas passiert, wurde der Geschichte die Fahrt genommen. Und das, obwohl die Geschichte an sich wirklich viel Potential hat. Das finde ich sehr schade. Hier habe ich wirklich mehr erwartet.

Miese kleine Morde – Jussi Adler-Olsen
Ich liebe die Bücher von Jussi Adler-Olsen. Vor allem die Carl Morck-Reihe ist fantastisch. Dieses Buch gehört allerdings leider zu seinen schwächsten Geschichten. Das Buch ist sehr kurz, es hat nur 128 Seiten. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich die Geschichte einfach nicht richtig ernst nehmen konnte. Denn von Adler-Olsen bin ich eigentlich immer gut durchdachte und vor allem auch sehr verwobene Geschichten gewohnt. Und das war bei dieser „Kurzgeschichte“ nicht der Fall. Er hat mich leider gar nicht abgeholt und die Story, dass ein Mann für seine Auftraggeberinnen die Ehemänner um die Ecke bringt, wirkt auch sehr abgedroschen. Schade.

Für immer hält nicht nur bis morgen – Ricki Schultz
In diesem Buch wird das Thema Onlinedating aufgegriffen und ich finde es prinzipiell sehr spannend, was man aus diesem aktuellen Thema machen kann. Aber in diesem Fall kann ich leider nicht sehr viel Gefallen darin finden. Ich mochte die Protagonistin Rae leider gar nicht. Sie war mir durchweg unsympathisch, da sie einfach sehr überspitzt dargestellt wurde: sie war fast durchgängig betrunken, hatte jede Nacht etwas mit einem anderen Kerl und einfach keine Gemeinsamkeiten mehr mit ihren Freundinnen, da sie sie einfach sehr langweilig findet. Für mich waren es zu viele Klischees einer Singlefrau.

White Bodies – Jane Robins
Auch dieses Buch hat mich leider enttäuscht. Es geht um die Zwillingsschwestern Callie und Tilda, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Callie setzt Tilda auf ein Podest, himmelt sie geradezu an und scheint besessen von ihr zu sein. Als Tilda einen neuen Freund hat, sieht Callie nur das Schlechte in ihm und setzt alles daran, diese Beziehung zu sabotieren. Prinzipiell ein interessantes Thema für einen Thriller. Aber die Darstellung von Callie und was sie alles unternimmt, um Tilda von der Boshaftigkeit ihres neuen Freundes zu überzeugen, konnte ich leider nicht ernst nehmen. Für mich kam in dieser Geschichte keine Spannung auf, sondern eher ein Ekel darüber, wie sehr Callie von ihrer Schwester besessen ist. Und das ist nicht Sinn und Zweck eines Thrillers.


Was sind eure Highlights aus 2018? Und welche Bücher haben euch leider gar nicht so richtig überzeugt?

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3 Gedanken zu “Meine buchigen Highlights und Flops 2018

  1. Ich habe keines der Bücher gelesen, die du vorgestellt hast, aber es sind ein paar dabei, ich auch bei mir im Regal noch stehen.. ungelesen… :’D
    Mein Highlight war Scythe Teil 2! Mein Flop…. Jeaniene Frost „Dämonenglut“ … Ausführlicher habe ich natürlich in meinem Blogpost geschrieben. : )

    xoxo Vera

    1. Danke für deinen Kommentar Vera :-)
      Die beiden nicht habe ich noch nicht gelesen. Da werde ich mir deinen Beitrag aber mal genauer anschauen :-)
      Hab eine feine Woche!
      Sandra <3

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